Im ersten Test der Vorbereitung siegte der FC Bayern München mit 3:1 über Paris St. Germain. Während der Rekordmeister im Wörthersee Stadion von Klagenfurt im ersten Durchgang noch Luft nach oben hatte, zog die Mannschaft das Tempo nach dem Seitenwechsel an, spielte merklich besser und belohnte sich für eine deutliche Leistungssteigerung.  


​Niko Kovac wählte ein 4-2-3-1 mit Rafinha, dem erst 18 Jahre jungen Josip Stanisic, Martinez und Bernat. Im defensiven Mittelfeld startete Renato Sanches neben Paul Will, während Ribery und Robben auf den Flügeln begannen. Der junge Oliver Batista Meier war im offensiven Mittelfeld zu finden, Wagner der Stoßstürmer.


Thomas Tuchel stellte seine Mannschaft in einem 3-4-2-1 mit Buffon im Tor auf. Die Abwehrreihe bestand aus Rimane, Lassana Diarra und Soh, im Mittelfeld begannen Nsoki, Rabiot, Bernede und Dagba. Der Angriff bestand aus Toufiqui, Weah und Nkunku.

Die Anfangsphase gehörte den Parisern, die den Ball an sich nahmen und darauf aus waren, das Spiel zu kontrollieren. Die Bayern hingegen agierten etwas zurückhaltender, standen defensiv zunächst gut gestaffelt und ließen daher zu Beginn wenige Chancen zu.


Allerdings schlichen sich auch immer wieder Fehler im Aufbauspiel ein, weswegen einige Angriffe der Bayern frühzeitig unterbunden wurden. Auffällig war allerdings der junge Batista Meier, der sich im Offensivspiel variabel und engagiert zeigte und nach 13 Minuten die erste Chance für die Münchner hatte.


Dreierkette im Test 


Ebenso hinterließ Renato Sanches einen ordentlichen Eindruck. Der Portugiese ließ sich mal zurückfallen, positionierte sich dann wiederum in Absprache mit Will einige Meter höher. Bei Ballbesitz wurde er im Zentrum immer wieder gesucht, gab dann den Ballverteiler und koordinierte das Spiel ein wenig. Zudem war er der Mann für die Standards und wirkte spritzig und selbstbewusst.

Hin und wieder war bei Ballbesitz der Bayern eine Dreierkette zu sehen, wobei sich die Mannschaft in einem 3-4-3 formierte. Rafinha rückte vor, sodass Bernat, Martinez und Stanisic in der Verteidung agierten, während Sanches und Rafinha auf den Außenposten waren und Will und Batista Meier im Zentrum anzutreffen waren.


Durch die Beine: Weah zum 1:0


Allerdings begann die Defensive ein wenig zu bröckeln, sodass PSG immer wieder gefährlich angreifen konnte. Vor allem Weah machte durch hohes Tempo auf sich aufmerksam, überlief das ein oder andere Mal die Abwehrreihe und erzielte so auch die 1:0-Führung für den französischen Meister, nachdem er Stanisic davonlief und Sven Ulreich  keine Chance ließ (31.)

Bolivia v United States

  Bereits drei Mal lief Timothy Weah für die US-Amerikanische Nationalmannschaft auf - so oft wie in der Ligue 1


Insgesamt spielten die Abstimmungs- und Aufbaufehler der Münchner PSG immer wieder in die Karten, wobei die Partie größtenteils recht ausgeglichen war und es Chancen auf beiden Seiten gab - wenn auch klar mehr für Paris.


Wenige Wechsel - Bayern mit Elan


Zur zweiten Halbzeit wechselte Kovac kaum durch. Lediglich Coman, Alaba und Shabani betraten für Ribery, Stanisic und Batista Meier das Feld. Die Bayern kamen spritziger aus der Kabine, suchten den Weg nach vorne und kamen durch Wagner gleich zu drei Möglichkeiten (47., 49., 53.). Auf der Gegenseite hatte Nkunku zwei Chancen auf 2:0 zu erhöhen, zog allerdings freistehend vorbei (51., 54.).

Bayern Munich v Paris Saint-German - International Champions Cup 2018

  Sah eine deutliche Steigerung im Angriff: Niko Kovac


Die Hintermannschaft der Münchner stabilisierte sich in der Folge wieder, allerdings steigerte sich auch die Offensive deutlich und machten mehr Druck, weshalb nach einer Stunde der Ausgleich fiel: Bei einem Eckball rauschte Martinez heran und ließ Buffon aus wenigen Metern keine Chance - 1:1.


Sanches belohnt sich - Zirkzee erhöht


Erst danach wechselte Kovac durch: Neben Gnabry kamen die jungen Meier, Zirkzee und Richards für Robben, Bernat, Martinez und Wagner. PSG hingegen wechselte zunächst nur einmal, der 22-Jährige Descamps wurde für Buffon eingewechselt. Dieser wurde in der 68. Minute von Sanches überrascht: Der Portugiese zirkelte einen Freistoß vom rechten Strafraumeck aus an den kurzen Pfosten - 2:1. Zehn Minuten später wurde der eingewechselte Gnabry, der auf dem rechten Flügel agierte, erstmals in Szene gesetzt und legte auf Zirkzee ab, der aus wenigen Metern das 3:1 erzielte (78.).

Somit gestalten die Bayern nach einem ruhigen Start den ersten Test erfolgreich. In zwei Tagen beginnt dann die USA-Tour, bei der man im Verlauf des International Champions Cups am 25. Juli (01:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit) auf Juventus Turin trifft.