Der Kader von Hannover 96 ist derzeit 27 Mann groß, doch Trainer Andre Breitenreiter sieht noch immer Handlungsbedarf. Der Trainer der Niedersachsen befürchtet zu wenige Optionen in der Breite, weshalb er sich Verstärkungen wünscht - die derzeit jedoch kaum realisierbar scheinen.


Wie die ​Bild berichtet, sei das Transferbudget ziemlich begrenzt, weshalb die übliche Marschroute gilt: Neuzugänge sind erst dann finanzierbar, wenn weitere Spieler verkauft werden.​ Das Problem daran: Bislang wurden bereits neun Spieler abgegeben, im Gegenzug kamen lediglich sechs Neue dazu.


Verstärkung wäre daher "wünschenswert", da laut Breitenreiter "in der Breite auf jeden Fall noch Handlungsbedarf besteht." Ausfälle könne man derzeit nicht verkraften, auch Rückschläge in der Vorbereitung seien nicht kompensierbar: "Wir dürfen uns nicht blenden lassen. Der eine oder andere hat vorher noch nie so eine harte Vorbereitung erlebt." Daher müsse man damit rechnen, dass sich der ein oder andere Spieler verletzen wird.

Hannover 96 v Wacker Nordhausen - Pre-Season Friendly

      Andre Breitenreiter wünscht sich neues Personal, doch finanziell scheint man keine Transfers mehr stemmen zu können



Im Hinblick auf andere Bundesligisten hinke man in Hannover hinterher: "Momentan muss ich sagen: Wenn ich sehe, wie andere Vereine investieren, wie sie Kader zusammengehalten haben. Dann wird es dieses Jahr für uns umso schwerer als letztes Jahr." Bislang verpflichtete man den Brasilianer Walace, Genki Haraguchi sowie die Leihgaben Kevin Wimmer, Takuma Asano und Bobby Wood, während man Abwehrspieler Josip Elez nach der Leihe im letzten Jahr fest verpflichtete. 


"Ich bin froh, über die Spieler, die wir schon haben, weil sie großes Potenzial haben. Ich denke, das haben wir gut gemacht", so Breitenreiter, der allerdings auch die Verluste von Stammspielern wie Salif Sané, Felix Klaus oder Martin Harnik zu verzeichnen hat. Weitere Abgänge sind unter anderem Kenan Karaman, Manuel Schmiedebach, Florian Hübner, Jonathas oder Charlison Benschop. 


Sollte Hannover auch in Zukunft mit zwei Spitzen spielen wollen, scheint noch mindestens ein neuer Angreifer kommen zu müssen. Zudem ruft das zentrale Mittelfeld nach Verstärkungen, ansonsten muss der 44-Jährige das System aus dem vergangenen Jahr umstellen.