Über 40 Millionen Euro hat Mainz 05 in diesem Sommer schon mit Spielerverkäufen eingenommen. Sport-Vorstand Rouven Schröder hält weitere Abgänge dennoch für möglich. Heißer Verkaufskandidat ist der japanische Angreifer Yoshinori Muto, der einen Wechsel nach England anstrebt. Für Schröder ist das Musik in den Ohren - der 42-Jährige erklärt warum.


Im April 2016 wurde Rouven Schröder Sportdirektor bei ​Mainz 05. Der 42-Jährige hat am Bruchweg seither ​hervorragende Arbeit geleistet und sich einen exzellenten Ruf in der Branche erarbeitet. Im Juli 2017 wurde Schröder auch deshalb zum Sport-Vorstand befördert. 


Wie so oft in Mainz, muss Schröder auch in diesem Sommer einige Abgänge von Stammkräften verkraften und eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Bundesliga zusammenstellen. Sechs Spieler haben die Rheinhessen in dieser Transferperiode bereits verlassen. Immerhin konnten die 05er so ​stolze 43,1 Millionen Euro einnehmen


Möglich, dass es dabei nicht bleibt. Der Kader soll bis zum Saisonstart kleiner werden. 28 Profis tummeln sich derzeit im Aufgebot von Trainer Sandro Schwarz. Darunter auch der japanische Stürmer und WM-Fahrer Yoshinori Muto. "Wir werden den Kader sicherlich noch reduzieren“, bestätigte der 42-Jährige gegenüber dem kicker (Print). Im Fall von Muto, dessen Vertrag in Mainz noch bis 2019 Gültigkeit besitzt, hat sich aber noch nichts Konkretes getan. Seit der WM habe sich kein Klub mit ernsthaftem Interesse am 26-Jährigen gemeldet. 

Japan v Poland: Group H - 2018 FIFA World Cup Russia

Muto kam in Russland nur im letzten Gruppenspiel gegen Polen zum Zug


Von einem Verkauf bis hin zu einer Vertragsverlängerung scheint derzeit alles möglich. Muto selbst hofft wohl auf einen Wechsel in die Premier League. "Jetzt, nach der WM, sind die Engländer aufgewacht. Das ist gut für uns“, erklärte Schröder und deutete damit an, dass man Muto bei einem lukrativen Angebot ziehen lassen würde. "Vom englischen Markt sind nach wie vor wesentlich höhere Summen zu erwarten, als vom deutschen, italienischen oder spanischen“, fügte Schröder hinzu.


Schröder klärt auf: Höhere Ausstiegsklauseln für Transfers nach England


Das spiegelt sich auch in der Gestaltung der Verträge wieder. Der Mainzer Sportchef gab detaillierte Einblicke in die Strukturen der Arbeitspapiere. "Es gibt Verträge mit verschiedenen Ausstiegsklauseln: Eine für England und eine für den Rest der Welt. Die UK-Ausstiegsklausel ist deutlich höher“, verriet er.


Für einen Mainzer gilt das aber nicht: Jean-Philippe Gbamin ist der 05er Profi mit dem aktuell höchsten Marktwert im Aufgebot. Auf 15 Millionen Euro wird er von transfermarkt.de geschätzt. Mit starken Leistungen in der abgelaufenen Spielzeit hat sich der 22-jährige Mittelfeldspieler in den Fokus größerer Klubs gespielt. Die müssten allerdings sehr tief in die Tasche greifen. Denn Gbamin besitzt keine Ausstiegsklausel im bis 2022 laufenden Vertrag - weder für England, noch dem Rest der Welt.

1. FSV Mainz 05 v SV Werder Bremen - Bundesliga

Macht er so weiter, führt sein Weg unweigerlich zu einem Top-Klub: Jean-Philippe Gbamin


Deshalb habe es laut kicker zwar Anfragen gegeben, keine davon konnte die Mainzer Verantwortlichen aber finanziell überzeugen. Gbamin soll sich ohnehin einen Verbleib am Bruchweg vorstellen können.