Marlon Santos ist nach seiner einjährigen Leihe vorerst zu Barça zurückgekehrt. Der brasilianische Innenverteidiger spielt in den Planungen der Katalanen aber keine Rolle und soll erneut abgegeben werden. In Frankreich haben seine Leistungen bei OGC Nizza wohl überzeugt - ein Champions-League-Teilnehmer aus der Ligue 1 scheint interessiert.


Vor zwei Jahren fand der Brasilianer Marlon den Weg von Heimatklub Fluminense nach ​Barcelona. Zunächst für eine Saison verliehen, verpflichtete Barça den 22-Jährigen für fünf Millionen Euro fest. Mehr als drei Partien hat der ehemalige Junioren-Nationalspieler für die Katalanen bislang aber nicht absolviert.


Und so wie es aussieht, werden vorerst auch keine weiteren dazukommen. Denn die Katalanen werden Marlon wohl erneut abgeben. Im vergangenen Jahr war der 22-Jährige nach Frankreich zu Lucien Favres Ex-Klub OGC Nizza verliehen. Dort wurde der 1,82 Meter große Abwehrspieler gerade zum Ende der Saison zur Stammkraft und stand in 22 von 38 Ligue-1-Partien in Nizzas Startelf.


Marlons Leistungen an der Cote d'Azur scheinen Eindruck im Land des neuen Weltmeisters hinterlassen zu haben. Wie die Marca schreibt, ist Olympique Lyon an einer Verpflichtung des Brasilianers interessiert. Der Champions-League-Teilnehmer sei laut einem Bericht der ​Sport bereit, zwischen zehn und 15 Millionen Euro für Marlon zu bieten. Allerdings sind die Meldungen aus Spanien mit Vorsicht zu genießen. Der Brasilianer soll unbedingt abgegeben werden - Gerüchte über mögliche Ziele kommen da schnell auf.

Am Tag zuvor hatte die Sport noch von drei anderen Optionen berichtet. Demnach seien West Ham United, Fenerbahce und Hertha BSC an Marlon interessiert. Nun kommt mit Lyon ein weiterer potenzieller Kandidat dazu.

In Barcelona läuft das Arbeitspapier des Brasilianers noch bis 2020. Der 22-Jährige spielt in den Plänen der Katalanen für die neue Saison keine Rolle. Mit Clément Lenglet wurde gerade erst ein talentierter Innenverteidiger von Liga-Rivale FC Sevilla verpflichtet, womit derzeit sechs zentrale Verteidiger im Aufgebot stehen. Marlon dürfte dabei der erste Streichkandidat sein.


Auch weil dadurch ein Platz im Kader für einen Nicht-EU-Ausländer frei werden würde. In Spanien dürfen nur drei Spieler im gesamten Aufgebot außerhalb der EU stammen. ​Philipp Coutinho besitzt deshalb seit Anfang der Woche auch einen portugiesischen Pass und fällt somit aus dieser Regelung. Barcelona will den freigewordenen Kaderplatz offenbar für Landsmann Willian nutzen.