Neben einigen Debüts feierte ein Spieler von Borussia Dortmund beim Te​stspiel gegen Austria Wien sein Comeback: Sebastian Rode. Der defensive Mittelfeldspieler will nach seinen langwierigen Verletzungssorgen wieder voll angreifen und geht nach dem ersten überstandenen Härtetest zuversichtlich in die Vorbereitung.


Lange ist es her, dass Sebastian Rode in einem Pflichtspiel auf dem Platz stand. Am fünften August des vergangenen Jahres wurde er im Supercup gegen Ex-Verein Bayern München zur zweiten Halbzeit für Mahmoud Dahoud eingewechselt, fiel danach jedoch aufgrund einer Stressreaktion am Schambein aus. 


Gegen Ende der Saison sollte er eigentlich wieder zurückkehren, doch eine Leisten-Operation machte dem 27-Jährigen endgültig einen Strich durch die Rechnung.

Im Anschluss fiel Rode eher dadurch auf, ​dass er öffentlich über die Zukunft von Ex-Trainer Peter Stöger sprach. Dessen Aus nach dem Ende der Saison war zwar ein offenes Geheimnis, doch dieses sollte eigentlich erst am Saisonende offiziell verkündet werden. Gut ein Jahr nach dem letzten Einsatz folgte nun in den zweiten 45 Minuten das Comeback gegen Austria Wien. 


Die Euphorie nach der Rückkehr auf den Rasen war ihm deutlich anzumerken: "Ich freue mich ungemein, nach einem Jahr Verletzungspause endlich wieder Einsatzminuten gehabt zu haben", sagte er nach der Partie im Interview mit dem klubeigenen Sender BVB Total!.


Rode geht zuversichtlich in die Saison

​Es sei ein "harter Test nach einer anstrengenden Woche" gewesen, zumal die Wiener bereits weiter in der Vorbereitung seien, und dementsprechend auch frischer wirkten. "
Aber ich denke, wir haben es ganz gut gemacht. Für uns war es ein guter Test und jetzt fliegen wir nach Hause", schloss Rode sein Fazit.


Von Lucien Favre ist er positiv angetan und lobt dementsprechend nach den ersten Eindrücken aus den Übungseinheiten den neuen Trainer: "Er hat klare Vorstellungen, wie er Fußball spielen will. Die kommuniziert er auch sehr gut. Wir arbeiten sehr viel auf dem Platz, viel mit Ball. Ansonsten sind wir die erste Woche zusammen, das wird sich auch noch besser finden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine sehr gute Saison spielen."


Kampf um die sportliche Perspektive


Doch von nun an geht es für Rode auch um seine persönliche Zukunft. In seiner Debütsaison für den BVB absolvierte er 22 Pflichtspiele, fiel in der Rückrunde jedoch aufgrund seiner ersten Leisten-OP aus. Sein Vertrag läuft bis 2020, und wie die ​Bild Ende Juni berichtete, stehe der Abräumer gemeinsam mit den bereits abgewanderten ​Gonzalo Castro und ​Erik Durm ganz oben auf der Streichliste. Daran will er jedoch nicht denken, stattdessen soll die Kehrtwende in Dortmund folgen. "Ich habe mir ungemein viel vorgenommen", sagt Rode, der allerdings auch auf seine Gesundheit achten will. Dies sei "die erste Prämisse." 

Borussia Dortmund - Training Session

  Neben Mario Götze (r.) wird es auch für Sebastian Rode (l.) eine entscheidende Saison


Der erste Schritt ist dabei bereits getan: "Das war schon mal der erste super Test, die Leiste hält. Das macht mich unglaublich glücklich. Jetzt hoffe ich, dass ich noch viele Einsatzminuten in der Vorbereitung bekomme, um neu anzugreifen." Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß, doch aufgeben wird Sebastian Rode keineswegs. Viel mehr will er sich durchsetzen, um endlich wieder regelmäßig spielen zu können.