​Während für alle deutschen Herren spätestens in der dritten Runde des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon bereits Schluss war, stehen gleich zwei Deutsche im Halbfinale des Damen-Turniers. Dabei bekommt es ​Angelique Kerber am heutigen Donnerstagnachmittag mit Jelena Ostapenko zu tun. Auf Julia Görges wartet wenige Stunden später die Legende Serena Williams.


Die etwas besseren Chancen auf einen Finaleinzug werden dabei Kerber eingeräumt. Die 30-Jährige ist mittlerweile mit allen Wassern gewaschen und konnte in der Vergangenheit bereits große Titel holen. Im Viertelfinale gegen Darja Kassatkina konnte die ehemalige Weltranglistenerste zudem unter Beweis stellen, dass sie auch gegen deutlich jüngere Spieler bestehen kann.

Ihre Kontrahentin Jelena Ostapenko ist mit ihren 21 Jahren zwar deutlich unerfahrener, konnte 2017 jedoch die French Open gewinnen. Beide Spielerinnen konnten ihre Viertelfinals jeweils in zwei Sätzen gewinnen und daher erwartet man sich ein Duell auf Augenhöhe. Gerade die beeindruckende Konstanz spricht aber für Kerber, die als einzige Frau in diesem Jahr bei allen bisherigen Grand-Slam-Turnieren zumindest das Viertelfinale erreichte.


Julia Görges benötigte im Viertelfinale gegen ihre enge Freundin Kiki Bertens etwas Zeit, um in die Partie zu kommen, konnte nach einem Satzverlust aber einen Drei-Satz-Sieg einfahren. Gegen ​Serena Williams darf sich die Deutsche eine solche Auszeit aber wohl nicht erlauben, auch wenn die US-Amerikanerin nach ihrem Comeback noch nicht wieder ganz die Alte ist. 


Dennoch geht die 29-jährige Deutsche als klare Außenseiterin in die Partie, war doch bereits der Viertelfinaleinzug bereits ihr bisheriger Karriere-Höhepunkt. Gelingt beiden Deutschen dennoch der Finaleinzug, wäre dies das erste reindeutsche Endspiel seit dem Duell von Boris Becker und Michael Stich im Jahre 1991.