​​Schalke-Profi Amine Harit reiste nach dem WM-Aus mit Marokko in sein Heimatland zu seiner Familie. Dort war der Offensivspieler in der vergangenen Woche in einen tödlichen Autounfall verwickelt, bei dem ein 28-Jähriger ums Leben kam. Sportvorstand Christian Heidel ließ nun verlauten, dass dem Nationalspieler das Unglück sehr zu schaffen macht.


Am vergangenen Samstag bestätigten die 'Königsblauen', dass Harit in der marokkanischen Stadt Marrakesch ​in einen Autounfall mit Todesfolge verwickelt war. Der 21-Jährige weilte nach dem Unglück bei seiner Familie und wird seither psychologisch betreut. Drei Tage später gab die Staatsanwaltschaft der Stadt Marrakesch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bekannt, dass gegen Harit ​wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird. Der Nationalspieler soll  mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. 


Am Dienstag sprach Harit bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft vor und erhielt anschließend seinen Pass sowie seinen Führerschein zurück. Der 21-Jährige hat zudem eine Kaution in Höhe von 10.000 Dirham (etwa 900 Euro) gezahlt. Die erste Anhörung soll in der kommenden Woche stattfinden. Dem Vernehmen nach ziehen es die 'Königsblauen' in Erwägung, dem Marokkaner nach den tragischen Geschehnissen Sonderurlaub zu gewähren. 

Sportvorstand Heidel sprach den Hinterbliebenen des Unfallopfers sein Mitgefühl aus. Der Funktionär macht sich jedoch auch große Sorgen um den Offensivspieler. "Es geht hier um einen 21-Jährigen, der mit einer Tragödie erst einmal klarkommen muss und die ihn sein ganzes Leben lang begleiten wird", erklärte der 55-Jährige gegenüber der Sport Bild. "Er hat nicht mehr wie Amine Harit gewirkt – sondern er war ganz ruhig, nachdenklich, betroffen und geschockt."