​Eintracht Frankfurt und Kevin-Prince Boateng gehen nach nur einem Jahr wieder getrennte Wege. Sportdirektor Bruno Hübner bestätigte, dass der zentrale Mittelfeldspieler unmittelbar vor einem Wechsel nach Italien steht. Mit dem Spanier Lucas Torró haben die Hessen einen weiteren Neuzugang an der Angel. 


Im vergangenen August heuerte Boateng bei der Eintracht an. Der 31-Jährige erwies sich für die Hessen als echter Glücksgriff. Der Halbbruder von ​Bayern-Star Jerome Boateng war in der abgelaufenen Saison nicht nur ein wichtiger Leistungsträger, sondern wusste auch als Führungsspieler zu überzeugen. "Er hat sich hier fantastisch verkauft. Kevin-Prince ist eine absolute Persönlichkeit auf und neben dem Platz", wird Hübner von der hessenschau zitiert. 

"Wir haben beim Wechsel aus Spanien die Absprache getroffen, dass Boateng aus seinem Vertrag herauskommen würde, wenn für ihn die Möglichkeit besteht, nahe zu seinem Lebensmittelpunkt zurückzukommen", erklärte der Sportdirektor. Daher werde man dem Wechselwunsch des Mittelfeldspielers nachkommen. Boateng, dessen Familie in Mailand lebt, steht vor einem Wechsel zum italienischen Erstligisten US Sassuolo.


Auf der Suche nach einem passenden Nachfolger für Omar Mascarell, der die SGE Richtung ​Schalke 04 verlassen hat, sind die Hessen in Spanien fündig geworden. Der defensive Mittelfeldspieler Torró steht unmittelbar vor einem Wechsel in die Bankenmetropole. Im vergangenen Sommer verließ der 23-Jährige die zweite Mannschaft von ​Real Madrid und wechselte ablösefrei zum Zweitligisten CA Osasuna. Die 'Königlichen' sicherten sich jedoch eine Rückkaufoption, die in diesem Sommer gezogen wurde. 


"Als wir an Torró ran gingen, wussten wir von Real noch nichts", erklärte Sportvorstand Fredi Bobic gegenüber der Bild-Zeitung. Einen Bericht der Marca, wonach ​der Champions-League-Sieger 50 Prozent der Transferrechte behalten würde, wies Hübner als falsch zurück. 

"Wenn wir den Spieler holen, dann wird er zu hundert Prozent uns gehören", betonte der Sportdirektor. "Wir sind in guten Verhandlungen und optimistisch, dass es funktionieren kann. Wenn alles gut geht, kann er noch nach Amerika mitfliegen." Am 7. Juli bricht Eintracht Frankfurt ins Trainingslager Richtung Salt Lake City auf.