Daniel Ginczek soll in der anstehenden Saison beim ​VfL Wolfsburg wieder für mehr Torgefahr sorgen. Zum Unverständnis der Fans verließ er den VfB Stuttgart nach vier Jahren. Eine Rolle beim vollzogenen Wechsel spielte unter anderem Mario Gómez.


In vier Jahren kam Daniel Ginczek auch durch Verletzungen nur auf 70 Pflichtspiele für den ​VfB Stuttgart. In den letzten Zügen der vorangegangenen Saison zeigte der Angreifer aber durchaus, dass er eine wichtige Rolle bei den Schwaben einnehmen kann.


Trotz alledem vollzog er vor Kurzem den Wechsel zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg. „Ich verstehe mich mit Mario Gómez überragend, aber sein Wechsel im Winter nach Stuttgart hat eine große Rolle bei meiner Entscheidung gespielt“, erläutert Ginczek in der Sport Bild. Unter Tayfun Korkut, der in seinem System meist nur mit einem Stürmer agieren lässt, hätte Gómez einen Stammplatz eingenommen.

Für Ginczek wäre im Gegenzug wieder nur die Rolle des Edelreservisten geblieben. Er sei in der Stuttgarter Stürmer-Hierarchie auf Platz zwei gefallen, hätte eigentlich aber viel mehr gespielt, so die Einschätzung des 27-Jährigen. „Ich habe auch erfahren, dass mich der VfB in der Winterpause gern verkauft hätte. Mein Glück war, dass Tayfun Korkut als Trainer kam und er auf mich gesetzt hat.“


Kolportierte zehn Millionen Euro brachte der Wechsel von Ginczek ein, ​der sich bis 2022 an die Wölfe band. Bruno Labbadia habe ihn schon zum ​Hamburger SV lotsen wollen, was damals aber nicht geklappt habe. „Jetzt haben mich die Gespräche mit Bruno Labbadia und Jörg Schmadtke überzeugt“, so Ginczek, der nicht wegen des Geldes nach Wolfsburg gewechselt sei.


Gehalt verdoppelt


„Der erste Gedanke war eine sportliche Entscheidung“, macht der Angreifer klar. Er habe sich für Wolfsburg entschieden, ohne dass er wusste, was er bei den Niedersachsen verdiene. Dem Vernehmen nach streicht Ginczek in der Autostadt das Doppelte, also vier Millionen Euro, ein.