​Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft am Mittwochnachmittag standen am Abend zwei wichtige Spiele in der Gruppe E an. Die Schweiz traf auf Costa Rica und Serbien empfing Brasilien. Die Südamerikaner entschieden eine flotte Begegnung am Ende mit 0:2(0:1) für sich. 


So starteten beide Nationen:


Serbien: Stojkovic - Rukavina, Milenkovic, Veljkovic, Kolarov - Matic, Ljajic - Tadic, Milinikovic-Savic, Kostic - Mitrovic

Brasilien: Alisson - Fagner, Silva, Miranda, Marcelo - Casemiro - Paulinho, Coutinho - Willian, Neymar - Gabriel Jesus


Die Partie startete schwungvoll. Von Anfang an wurde deutlich, dass beide Nationen um das Weiterkommen in die nächste Runde kämpften und so präsentierten sie sich auch. Keine der beiden Mannschaften zog in Zweikämpfen zurück, jede Aktion war hart umkämpft, doch am Anfang kam keines der beiden Teams zu einer nennenswerten Torchance.


Marcelo raus - Serbien mit Druck


Doch erst einmal beschäftigten sich die Teams nicht mit Torchancen, sondern vor allem die Brasilianer mit der Verletzung von Marcelo, der daraufhin durch Luis ersetzt wurde (10.). 


Diese Situation nutzten die Ost-Europäer, um ein enormen Druck auf die Südamerikaner auszuüben, doch dabei gelang ihnen nicht der Lucky Punch und mussten sich vor allem darauf konzentrieren, keinen Konter zu fangen. Das ging auch lange gut, bis Coutinho sich von der Mittellinie aus ein Herz nahm und den Ball über das Spielfeld in die Füße von Paulinho spielte, der daraufhin Torhüter Stojkovic überlupfte und zur 1:0-Führung der Brasilianer und dem damit verbundenen Halbzeitstand traf (36.). ​Werder-Innenverteidiger Milos Veljkovic sah dabei nicht sonderlich gut aus und muss sich die Frage über sein Stellungsspiel gefallen lassen. 

Serbia v Brazil: Group E - 2018 FIFA World Cup Russia

Traf zur Führung der Brasilianer: Paulinho



Die zweite Hälfte des letzten Gruppenspiels begann ruhig, kam mit jeder Minute aber mehr in Fahrt. Vor allem die Serben waren gut in die Partie gekommen und setzten den WM-Halbfinalisten von 2014 arg unter Druck, dabei gelang der serbischen Nationalmannschaft fast der Ausgleich. Nach einer Flanke von Rukavina faustete Alisson den Ball direkt vor die Füße von Mitrovic. Sein Kopfball wurde jedoch in höchster Not auf der Linie vom Brasilianer Silva geklärt (61.). 


Selecao eiskalt 


Doch wenn man die Chancen vorne nicht macht, wird man in der Regel in der eigenen Defensive bestraft. Wie aus dem Nichts kam Silva, der die Brasilianer zuvor rettete, nach einer Ecke mit dem Kopf an den Ball und nickte diesen zur 2:0-Führung ein (68.). Es war der Knock-Out-Schlag für die Serben, die bei diesem Ergebnis nicht weiter an der WM teilnehmen könnten und ausgeschieden wären. 


Die Serben wirkten nach dem Treffer wie gelähmt und konnten keinen großen Druck mehr ausüben. Das nutzten die Südamerikaner in Form von Neymar aus und versuchten ein drittes Tor zu erzielen. Den Heber des PSG-Stars parierte Serbiens Torhüter jedoch mit einem starken Reflex (86.).

FBL-WC-2018-MATCH41-SRB-BRA

Verhinderte schlimmeres: Serbiens Vladimir Stojkovic



Am Ende der Begegnung stand ein 2:0-Erfolg für Brasilien, der zwar verdient war, sich jedoch einseitiger anhörte als vermutet. Die Serben hielten eine lange Zeit mit und konnten Brasilien das eine oder andere Mal herausfordern - ein Erfolgserlebnis blieb dabei jedoch aus.