Es geht wieder los beim HSV: Ohne die WM-Teilnehmer und den abwanderungswilligen Spielern hat die Titz-Truppe die Vorbereitung auf die Mission Wiederaufstieg aufgenommen. Gestartet wurde mit einem Laktattest, bis zum Samstag stehen weitere Leistungstests an, bevor die Arbeit auf dem Platz beginnt. Viel Lob hatte der HSV-Coach für Holtby, Hunt, Sakai und Jung übrig, die in der zweiten Liga eine wichtige Achse bilden sollen.


Auf dem Trainingsgelände des Volksparkstadions herrschte am Donnerstag wieder reger Betrieb. Der ​Hamburger SV hat die ​Vorbereitung auf die kommende Saison aufgenommen. Erstmals in der Vereinsgeschichte starten die Rothosen in der ​zweiten Liga - ein Umstand, der nur ein Jahr gelten soll. Der gefallene Dino will direkt wieder zurück in die ​Bundesliga.


Gelingen soll das unter Christian Titz, der den HSV im Saisonendspurt zunächst als Interimscoach übernommen hatte. Dem gebürtigen Mannhe war es gelungen, die destruktive Spielweise der Hamburger abzulegen und endlich wieder ansehnlichen Offensivfußball zu zeigen. Als großer Aufstiegsfavorit wird der HSV im Unterhaus vermutlich in den meisten Spielen viel Ballbesitz haben. Auf der Pressekonferenz zum Trainingsauftakt freute sich Titz deshalb über den Verbleib von Holtby, Hunt und Co.

"​Das waren wichtige Signale von Lewis und Aaron. Sie haben wirtschaftliche Abstriche hingenommen, weil sie sich mit der Art und Weise wie wir spielen, identifizieren können. Wenn man Spieler wie Sakai und Jung dazunimmt, haben wir eine wichtige Achse halten können", freute sich Titz. Sowohl Holtby als auch Hunt hatten ihre Verträge beim HSV trotz des Abstiegs verlängert - zu deutlich geringeren Bezügen. In den Plänen des HSV-Trainers spielen die beiden erfahrenen Offensivspieler eine zentrale Rolle.


Beim ersten Training der Saison waren Holtby und Hunt ebenso anwesend wie Rückkehrer Pierre-Michel Lasogga, der zuletzt an den englischen Zweitligisten Leeds United verliehen war. Ob der bullige Mittelstürmer beim HSV eine Zukunft hat, ist noch nicht endgültig klar. Fakt ist, der 26-Jährige steht an der Elbe noch bis 2019 unter Vertrag.


Nicht mit dabei an Tag eins der Mission Wiederaufstieg waren dagegen die WM-Teilnehmer Gotoku Sakai (Japan), Albin Ekdal (Schweden) und Filip Kostic (Serbien). Die beiden letzteren wollen das Turnier in Russland nutzen, um sich für einen neuen Klub zu empfehlen. Den HSV verlassen wollen/sollen auch noch Bobby Wood, Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos, die wegen ihrer Länderspielreisen erst nach dem Trainingslager in Glücksburg am 2. Juli einsteigen.


Walace und Alen Halilovic waren beim Laktat- sowie weiteren Leistungstest ebenfalls nicht zugegen. Nach Treffen mit den Beratern hatte Sportvorstand Ralf Becker den beiden ​Sonderurlaub bis zum 2. Juli zugestanden, um sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber konzentrieren zu können.