Julian Nagelsmann hört als Cheftrainer der ​TSG 1899 Hoffenheim im Sommer 2019 auf. Das bestätigte der Verein offiziell am Donnerstag. Ein Nachfolge-Klub in der Bundesliga ist auch bereits gefunden.


Dass der junge Trainer der TSG Begehrlichkeiten geweckt hat, war schon nach der letzten Saison im Sommer 2017 klar. Durch den direkten Einzug in die Königsklasse mit den Kraichgauern hat nun ein Klub Nägel mit Köpfen gemacht und den jungen Coach verpflichtet. Möglich wurde das durch eine Ausstiegsklausel in Nagelsmanns Vertrag.

Der 30-jährige Nagelsmann hat den Klub-Boss Dietmar Hopp am heutigen Donnerstag darüber informiert, dass er seine Ausstiegsklausel aktiviert. Für eine Ablöse von gerade mal fünf Millionen Euro hat ​RB Leipzig laut Bild nun zugeschlagen. Aber eben erst ab 2019. Damit steigen auch die Chancen, dass Ralf Rangnick in der kommenden Saison erstmal interimsweise das Team wieder übernimmt, ehe dann Julian Nagelsmann im Sommer 2019 ankommt und einen Vierjahresvertrag unterschreibt. Der Wechsel wurde gegenüber RBlive vom Klub bestätigt.


Laut kicker-Infos wird Rangnick tatsächlich vorerst auf der Leipziger Trainerbank sitzen, was schon vor einigen Wochen ​berichtet wurde. Allerdings ist noch unklar, ob er alleine als Cheftrainer oder in einem Team diese Aufgaben übernehmen wird. 

"Es war mir wichtig früh für klare Verhältnisse zu sorgen", sagte Nagelsmann, dessen Vertrag ursprünglich bis 2021 lief, über seinen Abgang. "Ich bin es der TSG und all ihren Mitarbeitern ebenso schuldig wie der Mannschaft und den Fans diese historische Spielzeit, in der wir zum ersten Mal in der Champions League antreten, nicht mit ständigen Mutmaßungen um meine Person und Zukunft zu belasten. Nun wissen alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren. Jeder weiß, dass ich bis zur letzten Stunde meines Engagements für die TSG brenne und alles dafür tun werde, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen."


Nagelsmann möchte laut Vereinsangaben von nun an kein Kommentar mehr zu seinem neuen Arbeitgeber abgeben. In der Vergangenheit waren bereits Klubs wie der ​FC Bayern München​Borussia Dortmund sowie ​Real Madrid an seinen Diensten interessiert.