​Zahlreiche Leistungsträger bleiben dem Hamburger SV auch nach dessen erstmaligem Abstieg in die zweite Liga erhalten und verlängerten ihre Verträge beim einstigen Liga-Dino. So auch Lewis Holtby, der unter Neu-Trainer Christian Titz förmlich aufblühte. In einem Interview erklärte der ehemalige Nationalspieler, warum er sich für einen Verbleib an der Alster entschied.


"Alle sind schon wieder heiß auf die neue Saison. Da herrscht ein Jetzt-erst-recht-Gefühl. Diesen Gedanken habe ich auch", betonte Holtby in einem Gespräch mit der MoPo. "Der Abstieg war am Anfang schwer. Doch der Blick ging bei mir dann auch schnell wieder nach vorne. Dafür haben auch die Fans gesorgt. Der Zusammenhalt, speziell auch die Stimmung beim letzten Spiel, das war schon krass und ganz sicher nicht normal."



Dennoch reichte es am Ende nicht zum Klassenerhalt. In Liga zwei soll nun ein Neuanfang in die Wege geleitet werden. Trotz finanzieller Einbußen bleibt Holtby den Rothosen treu. Eine Entscheidung, für die er nicht lange überlegen brauchte: "Ich habe beim HSV in den letzten Wochen der Saison erlebt, wie es ist, wenn man Fußball spielt und zusammenhält", so der 27-Jährige weiter. 


"Das ist einfach ein unfassbar geiler Klub. Das ist mir am letzten Spieltag noch mal ganz bewusst geworden. Deswegen ist meine Entscheidung auch schnell gefallen. Ich sehe das so: Ich darf für den Verein spielen. Da ist die Liga im ersten Moment nicht entscheidend. Außerdem will ich auch das ausbügeln, was letzte Saison mit dem Abstieg passiert ist."


Der Mittelfeldspieler spielt seit 2015 für den HSV und erlebte seither eigentlich nur den Abstiegskampf. In der kommenden Saison peilen er und die Hamburger die direkte Rückkehr in die Bundesliga an. Holtby wagt einen optimistischen Blick in die Zukunft: "Ich will mit dem HSV endlich einen richtigen Erfolg feiern. Nicht nur Relegationsmeister oder Nicht-Absteiger. Wie wäre denn die Schlagzeile: 'HSV feiert Wiederaufstieg mit Radkappe auf dem Rathausmarkt'?