Nach dem Auftaktspiel zwischen ​Russland und Saudi-Arabien vor wenigen Tagen ist die Weltmeisterschaft in vollem Gange. Titelverteidiger Deutschland wird am Sonntag gegen Mexiko (17 Uhr) erstmals in das Geschehen eingreifen und will mit einem Sieg einen guten Start in der Mission Titelverteidigung hinlegen. Auf der heutigen Pressekonferenz warnte Joachim Löw jedoch vor dem kommenden Gegner und gab bereits erste Hinweise darauf, wer beim WM-Auftakt in der Startelf stehen könnte.


Bereits zum siebten Mal ist Joachim Löw bei einem internationalen Turnier dabei, zum sechsten Mal als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Doch auch zwölf Jahre nach seiner ersten Turnierteilnahme blickt der 58-Jährige dem ersten Gruppenspiel der DFB-Elf mit Freude entgegen: "Dass wir morgen loslegen können, ist ein gutes Gefühl. Schon das Eröffnungsspiel hat Spaß gemacht und die Euphorie im Land gesteigert", sagte Löw auf der heutigen Pressekonferenz. 

Während er die ​furiose Partie zwischen Portugal und Spanien als "Genuss" bezeichnete, hofft er auf einen erfolgreichen Start seiner Mannschaft, die letztmals im Jahr 1986 ein Auftaktspiel bei einer Weltmeisterschaft verlor. "Bisher hat es uns immer gut getan, mit einem Sieg ins Turnier zu starten. Die Spieler müssen morgen ihre Konzentration bündeln." Zugleich räumte er ein, dass man in seiner Ära "in Kauf genommen" habe, "dass in der Vorbereitung auch mal einiges schief gehen kann. Wir haben dann aber im Turnier immer selbstbewusst agiert und die Leistung auf den Platz gebracht", führte Löw fort.


Löw mahnt zur Vorsicht - Draxler in der Startaufstellung?


Doch neben der Vorfreude spüre man auch den Ernst des Turniers: "Man merkt, dass der Pegel und die Anspannung steigt. Die WM ist etwas ganz besonderes. Das Höchste, was ein Spieler erreichen kann." Die Mannschaft sei noch immer ehrgeizig, doch man müsse sich auch die Frage stellen, welche Fortschritte man seit dem Triumph 2014 gemacht habe. Daher wolle Löw von Spiel zu Spiel denken: "Es gilt, nicht zu weit vorauszublicken und morgen gut in das Turnier zu starten."

Auf den kommenden Gegner aus Mexiko traf die deutsche Nationalmannschaft insgesamt 13 Mal, zuletzt im Halbfinale des Confederations Cup. Nach einem Doppelpack von Leon Goretzka sowie weiteren Toren von Timo Werner und Amin Younes ging man mit 4:1 als Sieger vom Platz, doch an einen erneut deutlichen Sieg über 'El Tri' wollte der Bundestrainer gar nicht erst denken - und warnte lieber vor den Stärken des Gegners: "Die Flügelspieler der Mexikaner um Lozano versuchen wir durch das richtige Verteidigungsverhalten unserer Außenverteidiger gut unter Kontrolle zu bekommen. Die Offensive der Mexikaner ist sehr flexibel und agil, es wird eine große Aufgabe für unsere Abwehr, sie zu kontrollieren." Dennoch ist die Marschroute klar: "Wir wollen gegen Mexiko ein Zeichen setzen."

Germany v Saudi Arabia - International Friendly

    Im letzten Test gegen Saudi-Arabien stand Julian Draxler über 90 Minuten auf dem Platz



Über die kommende Aufstellung wollte Löw jedoch nicht zu viel verraten, wobei er aus dem Vollen schöpfen kann: "Alle Spieler sind fit. Es gibt schon zwei, drei Überlegungen, wie die Mannschaft morgen aussehen könnte - aber da will ich natürlich noch nicht allzu viel verraten. Da muss ich vorher mit der Mannschaft sprechen." Dennoch ließ er durchblicken, dass Julian Draxler möglicherweise beginnen wird: "Julian hat mit dem Confed Cup nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Durch seine Qualitäten kann er bei der WM viel bewirken."