​Am Donnerstag startet die Weltmeisterschaft in Russland mit der Partie des Gastgebers gegen Saudi Arabien. Die deutsche Nationalmannschaft muss am Sonntag erstmalig in Gruppe F gegen die mexikanische Auswahl ran. Kurz vor dem Start des Turnieres äußerte sich noch einmal Bundestrainer Joachim Löw zu einigen Themen. 


Am Sonntag geht es um 17 Uhr (MESZ) gegen Mexiko. "Das wird ein schwieriges Spiel", offenbarte Löw, der aber trotz alledem "guter Dinge" ist. "Wir haben eine gute Energie in der Gruppe. Ein paar Prozent fehlen noch. Auf dem Zenit wird die Mannschaft erst im Turnierverlauf sein." 


Zuletzt unterlag Deutschland im Test gegen Österreich (1:2) und gewann nur knapp gegen Saudi Arabien (2:1), das sorgte für eine gewisse Unsicherheit in der Bundesrepublik. "Alles ist ausgerichtet auf Sonntag. Und ich weiß, die Mannschaft wird sich nochmal steigern diese Woche", stellte der Bundestrainer gegenüber den anwesenden Journalisten klar. 

Germany v Saudi Arabia - International Friendly

Machten sich mit dem Erdogan-Foto unbeliebt bei den deutschen Anhängern: Mesut Özil und Ilkay Gündogan 



Im Fokus auf der Pressekonferenz standen natürlich auch die beiden öffentlich kritisierten Spieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil, die Mitte Mai mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan posierten. Doch dazu sei laut Löw "alles gesagt". Viel mehr interessiert den Bundestrainer vor der WM nur das Sportliche. "Meine Aufgabe heißt, beide Spieler, die unter der Situation gelitten haben, so in Form zu bringen, dass sie einen Mehrwert für die Mannschaft haben", so Joachim Löw. 

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Stieg zwei Tagen vor dem ersten Spiel gegen Portugal als spanischer Nationaltrainer ein: Fernando Hierro (rechts)



Nicht gerade unwichtig, um die beiden in Form zu bringen, sind die Trainingsbedingungen im Camp der deutschen Mannschaft. Da holperte es jedoch am Donnerstag noch ein wenig. Der Rasen sei "ein paar Millimeter zu hoch" gewesen, erklärte Löw. In Folge dessen blieb Julian Draxler im Rasen hängen und musste kurzzeitig behandeln werden. Für das Mexiko-Spiel bestehe aber "keine Gefahr", sagte Löw, der sich verwundert und überrascht über der Entlassung seines Kollegen Julen Lopetegui, der die spanische Nationalmannschaft trainierte, zeigte. 


"Die Spanier verlieren nichts von ihrer Klasse", mahnte jedoch Löw. Fernando Hierro übernimmt die Geschicke der Iberer. Zuvor musste Lopetegui seinen Hut nehmen, da er nach dem Turnier zu Real Madrid wechselt und die Verantwortlichen über die Vorgehensweise des Deals nicht erfreut waren.