Kevin-Prince Boateng hat sich offenbar zu Eintracht Frankfurt bekannt. In einem Gespräch mit dem neuen Trainer Adi Hütter soll er einen Wechsel ausgeschlossen haben. Im Saisonendspurt hatte der 31-Jährige noch ein klares Bekenntnis zur SGE vermieden.


Der angekündigte Abschied von Niko Kovac war für Kevin-Prince Boateng "ein Schock". Der zu den Bayern abgewanderte Eintracht-Coach war wohl einer der Hauptgründe für Boatengs überraschenden Wechsel nach Frankfurt im vergangenen Sommer. Unter seinem ehemaligen Mitspieler Kovac legte Boateng das Image des "Bad Boys" Stück für Stück ab und reifte im ​SGE-Trikot zum anerkannten Führungsspieler.

Schalke 04 v Eintracht Frankfurt - German DFB Pokal

Vertrauensverhältnis: Kovac (l.) und Boateng (r.) waren einst Kollegen bei Hertha BSC


Der Höhepunkt folgte mit dem Gewinn des DFB-Pokals in seiner Geburtsstadt Berlin. Ein Erfolg, der allerdings auch seine Schattenseiten hat. Nach Kovac verkündeten auch Stammkeeper Lukas Hradecky und Shootingstar Marius Wolf ihre Abgänge. Jenem Wolf prophezeite Boateng vor einigen Wochen eine Karriere im Nationalteam. 


Und auch Boateng äußerte sich trotz Vertrages bis 2020  im Saisonendspurt zu seiner Zukunft noch zurückhaltend. "Ich konzentriere mich auf die Spiele und nicht darauf, ob ich hierbleibe oder nicht. Ich bin ein Spieler von Eintracht Frankfurt und habe noch zwei Jahre Vertrag - warum soll ich mich auf etwas anderes konzentrieren?", erklärte er vor einigen Wochen. Damals sagte er auch: "Wir wissen, dass der ganze Erfolg zu 90 Prozent Niko Kovac ist. Deswegen ist das eine wichtige Personalie im Verein."

Eine Aussage die zeigt, wie eng das Verhältnis zwischen den beiden gewesen ist. Mögliche Wechselgedanken soll KPB nach Informationen der Sportbild dennoch verworfen haben. Der 31-Jährige habe sich bei einem Telefonat mit Kovac-Nachfolger Adi Hütter klar zur Eintracht bekannt und einen Wechsel ausgeschlossen. Damit bestätigt Boateng die ​Aussagen seines Beraters, der schon Anfang Mai Boatengs Verbleib angekündigt hatte.