​Beim ​FC Bayern München zeichnet sich nach der Verpflichtung von Leon Goretzka ein Abgang im zentralen Mittelfeld ab. Dem Vernehmen nach ​dürfen Thiago und Arturo Vidal den deutschen Rekordmeister bei einem passenden Angebot verlassen. Letztgenannter träumt von einem Engagement beim brasilianischen Erstligisten Flamengo Rio de Janeiro.


"Bei der Weltmeisterschaft 2014 war ich im Maracana-Stadion. Es wäre schön, dort vor den Flamengo-Fans zu spielen", erklärte Vidal in einem Interview mit dem Pilgado Canal. "Ich hoffe, dass ich in Flamengo spielen werde, es wäre ein Traum." Der 31-Jährige verriet zudem, dass er die Spiele von Flamengo zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Rafinha schauen würde. Der Mittelfeldspieler kenne einige Vereine aus Brasilien (Flamengo, Corinthians, Sao Paulo), ist jedoch seit seiner Zeit bei ​Bayer 04 Leverkusen (2007 - 2011) Fan des fünffachen Meisters. 


Dafür trägt sein damaliger Teamkollege Renato Augusto die Verantwortung. "Ich mag Flamengo, weil ich auch mit Renato zusammengespielt habe, der immer viel über den Klub und die Fans erzählt hat. Es würde Spaß machen, diese Energie zu spüren", betonte der chilenische Nationalspieler. Am Ende des Interviews richtete Vidal eine wohl nicht ganz ernst gemeinte Botschaft an die Flamengo-Verantwortlichen. "Wenn ihr wollt, könnt ihr mich verpflichten. Hier bin ich", sagte der 'Krieger' mit einem Augenzwinkern. 

Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - DFB Cup Final

Arjen Robben (l.) und Arturo Vidal verpassten das DFB-Pokal-Finale verletzungsbedingt



Dass der 31-Jährige in diesem Sommer nach Brasilien wechselt, ist jedoch ausgeschlossen. Vidal erklärte Anfang Juni gegenüber dem chilenischen TV-Sender Ahora, dass er im Falle eines Vereinswechsels weiter "​um die Champions League kämpfen und Titel gewinnen will". Als potenzielle Interessenten werden unter anderem ​Manchester United, der SSC Neapel und Vidals Ex-Verein​ ​Juventus Turin gehandelt. 


Beim FC Bayern ist der Mittelfeldspieler vertraglich noch bis 2019 gebunden. Sollten die Münchner den Kontrakt des 31-Jährigen nicht mehr verlängern, stellt die anstehende Transferperiode die letzte Chance dar, um für den Chilenen noch eine marktwertgerechte Ablöse zu kassieren.