Trotz seines Traums in der englischen Premier League zu spielen, entschied sich Thomas Delaney für den Wechsel innerhalb der Bundesliga – ​zu Borussia Dortmund. Obwohl Werder Bremen gleichwohl einen seiner Leistungsträger verliert, können sich die Grün-Weißen über einen satten Gewinn freuen.


Wenngleich mit Thomas Delaney Werder Bremen einer der besten Spieler verlässt, kann sich der Bundesligist an einem satten Gewinn erfreuen. ​Rund 20 Millionen Euro zahlt Borussia Dortmund für den Dänen, der kurz nach seiner Vertragsunterzeichnung in Westfalen via Privatjet zurück nach Russland flog, wo die Teilnahme an der WM auf der Agenda steht.


Zu der genannten Ablöse kommen laut kicker branchenübliche Boni sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung hinzu. Zehn Prozent des jetzt erlangten Bremer Transferüberschusses fließen hingegen an den FC Kopenhagen, in etwa 1,8 Millionen Euro. Der Reingewinn des ​SV Werder am Delaney-Wechsel beträgt somit 16,2 Millionen Euro.


Bremen muss sich vorerst mit der Rolle als „Weiterbildungsverein“ begnügen. „Schöner wäre, wenn Spieler wie Thomas drei, vier Jahre bleiben, bevor sie den nächsten Schritt machen“, sagt Sportchef Frank Baumann. Delaney sah sich mit 27 Jahren bereit für den berühmten nächsten Schritt, mit dem BVB spielt er kommende Saison Champions League.


Der Großteil des Erlös des Delaney-Verkaufs soll zum Teil reinvestiert werden. Ein defensiver Achter sowie ein „offensiver Mittelfeldspieler mit Kreativität“ sollen laut Baumann noch den Weg an den Osterdeich finden. „Einen Top-Spieler aus einer Top-Mannschaft zu holen, bleibt unrealistisch“, sagt er. Ein junges Toptalent oder ein „sehr guter Spieler, dessen Laufbahn eine kleine Delle hatte wie bei Max Kruse“ sei eher das Ziel, so Baumann.


Die Wahl fällt unter anderem auf ​Felix Beijmo vom schwedischen Erstligisten Djurgardens IF. Der 20 Jahre alte Rechtsverteidiger soll drei Millionen Euro Ablöse kosten und ersetzt in Bremen Robert Bauer, der sich schon im Winter mit einem Abschied befasste.