​Die gute Nachricht vorweg: Marco Reus ging unverletzt aus dem letzten Testspiel vor der WM. Die noch bessere: der Star von Borussia Dortmund spielte eine richtig gute Partie. Der Offensivmann hat gute Chancen auf einen Platz in der ersten Elf.


Marco Reus startete im Test gegen Saudi-Arabien (2:1) auf der für ihn eher ungewohnten Position im offensiven Mittelfeld. Doch in Abwesenheit von Mesut Özil wusste der BVB-Akteur zu glänzen und stach aus einer unmotivierten Offensive klar heraus. Reus rotierte viel und war dementsprechend oft anspielbar. Er suchte den Abschluss oder setzte seine Kollegen in Szene. So auch in der achten Minute als er die Vorlage für den Treffer von Timo Werner lieferte. 

Da Julian Draxler auf der etatmäßigen Reus-Position auf Linksaußen blass blieb, hat der Dortmunder gute Chancen auf einen Platz in der Startelf zum Auftakt gegen Mexiko am 17. Juni. Da mit Leroy Sané ein weiterer Konkurrent nach Hause geschickt wurde und Julian Brandt eher als Back-up agieren dürfte, stehen die Chancen für Reus optimal, dass er bei der WM in Russland eine entscheidende Rolle im DFB-Team einnehmen könnte. Jene Rolle, die er bereits bei der letzten Weltmeisterschaft hätte spielen sollen, ihm aber von einer Verletzung kurz vor Abflug gen Brasilien wieder genommen wurde.

Es ist Marco Reus zu gönnen, dass er nun im x-ten Anlauf endlich eine Schlüsselfigur in der deutschen Offensive werden könnte. Zwar debütierte der 29-Jährige bereits 2011 in der Nationalmannschaft, allerdings wurde er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, sodass er nie wirklich Fuß fassen konnte. 31 Länderspiele in sieben Jahren sprechen da Bände.

Doch nun steht Reus vor seiner ersten WM, bei der er, dank seiner tollen Leistung am Freitag, vermutlich als Stammspieler an den Start geht. Bleibt nur zu hoffen, dass er auch die finalen Trainingstage unverletzt übersteht.

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