Um die sehr unglückliche Leistung von Loris Karius beim Champions-League-Finale zu erklären, schauten viele auf eine Eckball-Szene, bei der Real Madrids Kapitän den Keeper des FC Liverpool mit dem Ellbogen am Kopf traf. ​Tatsächlich soll sich der 24-jährige Schwabe dabei eine Verletzung zugezogen haben.

​​Denn wie die Bild berichtet, zeigte Karius nach dem Spiel gewisse Symptome auf und wurde deshalb vom Liverpooler Medizinstab zu einem Spezialisten für Gehirnerschütterungen geschickt, den er im Verlaufe seines Urlaubs in den Vereinigten Staaten während der vergangenen Woche aufsuchte.


Gegenüber ESPN bestätigte das Massachusetts General Hospital, dass Karius sich während der Partie eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Dies geht von der Analyse seiner Leistung auf dem Platz, die von Karius berichteten Symptome und körperlichen Untersuchungen hervor. 


"Zum Zeitpunkt unserer Untersuchung deuteten die wichtigsten Restsymptome und objektiven Anzeichen von Herrn Karius darauf hin, dass eine visuelle räumliche Dysfunktion unmittelbar nach dem Ereignis bestand und wahrscheinlich auftrat. Es ist möglich, dass solche Defizite eine Leistung beeinflussen", so das Krankenhaus weiter.


Man kann also durchaus davon ausgehen, dass die beiden Patzer von Karius bei der 1:3-Niederlage gegen Real unter anderem durch den Ellbogencheck von Ramos, der keine ​Konsequenzen befürchten muss, verursacht wurden. Karius legte zuerst Karim Benzema den Ball zum 1:0 vor und ließ beim 1:3-Endstand einen Fernschuss von Gareth Bale durch seine Handschuhe gleiten. 


Trotzdem ​entschuldigte er sich bei den Fans für seine Fehler, da er die komplette Verantwortung der verlorenen CL-Trophäe verspürte. Diese neuen Informationen verdeutlichen mehr denn je, wie verwirrend die Meinungen in England über die allgemeine Saisonleistung von Karius und seine Tauglichkeit für einen Stammplatz in Liverpool sind. Der folgende ​Text dazu ist relevanter denn je.