Beim FC Chelsea wird es von Tag zu Tag dunkler. Neben einer enttäuschenden Saison, der unklaren Trainer-Situation und den noch nicht begonnenen Kaderplanungen für die nächste Spielzeit, sorgen die Visumprobleme von Eigentümer Roman Abramowitsch ​für eine mächtige Enttäuschung. Neubaupläne der legendären Stamford Bridge wurden bis auf Weiteres auf Eis gelegt. 

​​Dies gab der FC Chelsea am Donnerstag offiziell in einer sehr knappen Mitteilung bekannt. Es gibt derzeit keinen Zeitrahmen für ein Umdenken, so der Verein. Vorherige Pläne, die von allen erforderlichen Instanzen genehmigt wurden, sahen vor, dass die 'Blues' die nächste Spielzeit in ihrer normalen Heimstätte verbringen und danach für vier Jahre ins Wembley Stadium umziehen. 


Es stellte sich jedoch heraus, dass die Investitionskosten dieses Projekts bis zu eine Milliarde Pfund betragen würden. Roman Abramovich hat daraufhin laut der Times die Entscheidung getroffen, in Anbetracht seiner Probleme mit dem Arbeitsvisum den Neubau zu stoppen. 

Stattdessen fokussiert sich der Milliardär auf ganz andere Sachen. Seinen Visumsantrag hat er laut Jerusalem Post  bereits zurückgezogen, am Montag landete er in Israel um den Erhalt der israelischen Staatsbürgerschaft zu finalisieren. Abramovich kann somit nun als Israeli bis zu sechs Monate in England ohne Visum verweilen. Er muss jedoch erneut ein Arbeitsvisum beantragen, wenn er sich wieder voll in die Geschäfte seines Klubs einbinden möchte.


Abramovich, der das Recht auf eine israelische Staatsbürgerschaft aufgrund seiner jüdischen Herkunft erhielt, investierte in der Vergangenheit über 500 Millionen Dollar in verschiedene Zwecke der jüdischen Gemeinde in Israel und Russland.