​Überraschend früh scheint der 1. FC Köln seine Abwehr für die kommende Zweitliga-Saison beisammen zu haben. Neben zahlreichen Abgängen und Vertragsverlängerungen konnte der FC auch schon eine handvoll neue Spieler präsentieren. Allerdings gilt es für Sportdirektor Armin Veh noch ein paar Altlasten in der Abwehr loszuwerden.


Bereits kurz nach dem Abstieg sorgte der 'Effzeh' gleich doppelt für einen Paukenschlag. Mit Timo Horn und Jonas Hector schworen zwei Leistungsträger dem künftigen Zweitligisten die Treue. Schon jetzt scheint klar: die Kölner werden wohl mit die stärkste Defensive der zweiten Liga stellen.


Denn neben den Verlängerungen konnte Armin Veh auch den einen oder anderen namhaften Defensiv-Neuzugang eintüten. Routinier Lasse Sobiech kommt ablösefrei vom FC St. Pauli, Benno Schmitz wurde für 1,5 Milionen Euro von RB Leipzig verpflichtet und Matthias Bader kommt zum Nulltarif vom Karlsruher SC. Somit wird schnell klar, wie die Domstädter sich nach den Abgängen von Dominique Heintz und Lukas Klünter künftig in der Defensive aufstellen werden. Horn im Tor hinter den zentralen Sobiech und (vermutlich) Jorge Meré, Hector und Schmitz auf den Außen.



Nun muss Veh nur noch die Altlasten loswerden. Pawel Olkowski wurde bereits mitgeteilt, dass der FC nicht mehr mit ihm plant, weshalb der Pole mit einer Rückkehr in die Heimat liebäugelt. Dort steht wohl Lech Posen als Abnehmer bereit. Auch Frederik Sörensen, der in der vergangenen Saison sowohl in der Innen-, als auch Außenverteidigung eingesetzt wurde, soll den Verein verlassen. Ein konkretes Interesse besteht derzeit aber nicht. Anders ist die Situation bei Jannes Horn, der vor der Saison für sieben Millionen Euro an den Rhein kam. Der Linksverteidiger steht wohl vor einem Wechsel zu RB Leipzig.



Der 1. FC Köln hat, zumindest in der Defensive, schnell Nägel mit Köpfen gemacht und sich bereits weitestgehend für die kommende Saison aufgestellt. Sollte der Umbruch in der Offensive ebenso reibungslos verlaufen, steht dem Wiederaufstieg eigentlich nichts im Wege. Allerdings ist auch die zweite Liga kein Selbstläufer, zudem begleitet den FC mit dem Hamburger SV ein ebenso ambitionierter Klub in die Zweitklassigkeit.