Nach dem Champions-League-Hattrick will Real Madrid die Mannschaft auffrischen. Auf der Suche nach einer Verstärkung für die Defensive sind die Königlichen offenbar beim Stadtrivalen fündig geworden. José Giménez soll von Atletico ins Bernabeu wechseln. Der Preis: stolze 60 Millionen Euro.


In der spanischen Hauptstadt bahnt sich ein spektakulärer Wechsel an. ​Real Madrid will offenbar José Giménez von Stadtrivale ​Atletico loseisen und ist bereit, die Aussteigsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro für den 23-jährigen Innenverteidiger zu bezahlen - das berichtet zumindest die Real-nahe Sporttageszeitung ​Marca.

Interesse am 41-fachen uruguayischen Nationalspieler wird den Königlichen schon lange nachgesagt. Wie die Marca schreibt, zogen die Real-Verantwortlichen 2015 eine Offerte im letzten Moment zurück, um das damals ohnehin schon angespannte Verhältnis mit Atletico nicht noch weiter zu belasten. Nach dem Titel-Hattrick in der Champions League soll aber ein Umdenken stattgefunden haben. Giménez sei als Transferziel auserkoren worden, um die Defensive mit einem frischen Gesicht auszustatten.


60 Millionen Euro für Real ein akzeptabler Preis


Der Uruguayer soll derzeit als die beste Option für die Abwehrzentrale eingestuft werden. Die kolportierten 60 Millionen Euro Ablöse seien dabei ein akzeptabler Preis. Man schätze vor allem den Charakter und den Willen von Giménez, der darüber hinaus mit seiner Schnelligkeit trumpft. Unter Diego Simeone wurde der 23-Jährige auch schon als Rechtsverteidiger eingesetzt, wo Daniel Carvajal derzeit bei Real konkurrenzlos ist.

Club Atletico de Madrid v Celta Vigo - Copa del Rey

Bald nur noch im Nationalteam gemeinsam? Diego Godin (l.) und José Giménez (r.) sollen für Uruguay bei der WM die Innenverteidigung bilden.



Bei Atletico musste Giménez im Verlauf der Saison zwar um seinen Stammplatz kämpfen, zeigte aber gerade im Endspurt starke Leistungen an der Seite von Landsmann Diego Godin. Nun könnte sich Giménez nach fünf Jahren bei Atletico zum Stadtrivalen verabschieden. Im Sommer 2013 wechselte er für 900.000 Euro aus der Heimat nach Spanien und feierte mit den Rojiblancos gleich in seiner Debüt-Saison die ​spanische Meisterschaft. Gegen Olympique Marseille folgte Mitte Mai der ​Triumph in der Europa League.


Bei Real stehen aktuell vier Innenverteidiger im Aufgebot. Neben dem Stammduo Sergio Ramos und Raphael Varane, der spanische Nationalspieler Nacho Fernandez und der Ex-Frankfurter Jesus Vallejo. Die Zukunft bei den Königlichen gilt aber besonders bei Letzterem als fraglich. Mit Theo Hernández ging erst im vergangenen Sommer ein Atletico-Spieler den gleichen Weg zum Stadtrivalen. Der 20-jährige Linksverteidiger wechselte für 24 Millionen Euro von den Rojiblancos zu den Königlichen.