Der ​HSV hat offenbar das neue Vorstandstrio komplettiert, mit dem der direkte Wiederaufstieg gelingen soll. Präsident Bernd Hoffmann wurde am vergangenen Wochenende vom Aufsichtsrat ​zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Er soll "interimsweise in die operative Führungsetage der HSV Fußball AG“ wechseln und den Posten wie schon zwischen 2003 und 2011 besetzten, teilte der Klub am Sonntag offiziell mit. Sein Amt als ehrenamtlicher Präsident des Gesamtvereins behält er, den Vorsitz im Aufsichtsrat gibt er ab.

An diesem Wochenende soll sich der Aufsichtsrat auch auf einen neuen Sportchef geeinigt haben, der zusammen mit Hoffmann und Finanzboss Frank Wettstein den Vorstand bildet. ​Die Wahl scheint auf Ralf Becker gefallen zu sein - die offizielle Bestätigung wird noch am Montag erwartet. Der 47-Jährige wechselt von Holstein Kiel an die Elbe und wird wohl eine Ablöse zwischen 200.000 und 500.000 Euro kosten. Paderborn-Sportchef Markus Krösche schien zuvor der Favorit auf den vakanten Posten gewesen zu sein. Die Ablöseforderung des Zweitliga-Aufsteigers soll dem HSV aber zu hoch gewesen sein.


Becker und Peters: Gipfel soll gemeinsame Zukunft klären


Bei Becker gab es dagegen Bedenken, wie eine mögliche Zusammenarbeit mit Bernhard Peters funktionieren könnte. Becker hatte nach Informationen des ​kicker erklärt, er könne sich nicht vorstellen, gemeinsam mit dem Direktor Sport zu arbeiten, nachdem Peters seine eigenen Ambitionen auf den Sportchef-Posten öffentlich gemacht hatte. 

Das scheint nun aber doch nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Die Aufsichtsräte hätten sich einen gemeinsamen Konsens zwischen Becker und Peters erbeten, berichtet der kicker weiter. Ein Gipfel zwischen den beiden soll die Möglichkeit einer gemeinsamen Zusammenarbeit beim HSV ausloten. 

TSG 1899 Hoffenheim v Hamburger SV - Bundesliga

Peters (l., mit Julian Nagelsmann) kam 2014 aus Hoffenheim zum HSV.



Peters besitzt in Hamburg noch einen Vertrag bis 2020 und ist hierarchisch unter den neuen Sportvorstand Becker gestellt. Der befürchtete offenbar atmosphärische Störungen, die in einem klärenden Gespräch aus dem Weg geräumt werden sollen.