Germany's head coach Joachim Loew talks to his players during a training session of the German team ahead of their friendly football match Germany vs Brazil in Berlin, Germany, on March 25, 2018, in preparation of the 2018 Fifa World Cup.
Germany plays against Brazil on March 27, 2018. / AFP PHOTO / Odd ANDERSEN        (Photo credit should read ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images)

DFB-Trainingslager in Tirol: 6 Aufgaben für Bundestrainer Joachim Löw

Am Mittwoch hat der DFB-Tross um Nationaltrainer Joachim Löw das Trainingslager in Tirol bezogen. In zwei intensiven Wochen gilt es für den Bundestrainer noch an einigen wichtigen Stellschrauben zu drehen.

1. Härtetest für Manuel Neuer

Trotz monatelanger Abstinenz hat Trainer Joachim Löw nicht auf seinen Weltmeistertorhüter verzichtet. Bei der vorläufigen Kaderbekanntgabe wurde aber offen kommuniziert, dass es nun darum geht, den Torhüter der Bayern im Trainingslager in Eppan komplett zu fordern. Wenn alles nach Plan läuft, soll der mehrfache Welttorhüter bei zwei Testspielen zudem nötige Spielpraxis sammeln.

2. Umschaltspiel verbessern

In den vergangen Monaten monierte Löw ab und an die mangelnde Zielstrebigkeit bei seiner Mannschaft. Dadurch, dass sich die Mannschaft zuletzt auf ihr Ballbesitzspiel konzentriert hat, blieben manche Automatismen im schnellen Umschalten von Defensive auf Offensive und auch in der Rückwärtsbewegung auf der Strecke.

3. An Standardsituationen feilen

Im Laufe einer Saison werden die Nationalspieler immer nur für kurze Zeiträume an ihre jeweiligen Länderauswahlen abgegeben. In diesen kurzen Phasen hat man nur selten die Zeit, ausgefeilte Standardsituationen einzustudieren. Gerade bei einer idealen Abstimmung der einzelnen Akteure können ruhende Bälle jedoch eine echte Waffe sein und enge Spiele entscheiden.

4. Den Spielern wieder die Spielidee eintrichtern

Der von Joachim Löw favorisierte, offensive Spielstil und die Herangehensweise von einigen Vereinstrainern der Nationalspieler ist ziemlich verschieden. Daher wird eine der Aufgaben des 58-Jährigen sein, gerade Spieler wie Jonas Hector, die im Verein eher defensiv agieren, wieder zu ermutigen, die Spielweise der Nationalmannschaft anzunehmen.

5. Stammformation finden

Zwar gelten einige Spieler als absolut gesetzt, auf manchen Positionen ist jedoch noch immer nicht sicher, wer die Nase vorn haben wird. Im zentralen Mittelfeld wird es einen interessanten Zweikampf zwischen Ilkay Gündogan und Sami Khedira geben und auf den offensiven Außenbahnen ist ebenfalls noch nicht klar, wer die erste Wahl ist.

6. Ein Team formen

2014 zeichnete sich die deutsche Nationalmannschaft durch ihre große mannschaftliche Geschlossenheit aus. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl gilt es nun auch in Tirol wieder zu entfachen. Dabei sind sowohl die arrivierten Kräfte, aber auch die weniger erfahrenen Spieler gefragt, ihre persönliche Eitelkeiten hinten anzustellen und an das große Ganze zu denken. 

TOP-ARTIKEL