Das letzte Spiel der Saison verlor Holstein Kiel mit 0:1 gegen den VfL Wolfsburg, wodurch die 'Störche' nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel der Relegationden Durchmarsch in die Bundesliga verpassten und somit auch in der kommenden Saison zweitklassig spielen werden. Für den scheidenden Cheftrainer Markus Anfang, der im Sommer zum ​1. FC Köln wechseln wird, kommt es damit in den nächsten Monaten zum Wiedersehen mit den Kielern, bei denen er zwei äußerst erfolgreiche Jahre verbrachte. Eine ähnliche Zeit will er nun auch in Köln erleben, wo der direkte Wiederaufstieg als oberstes Ziel ausgerufen wurde. Dem 43-Jährigen ist allerdings bewusst, dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird.


​Der Ärger nach der verlorenen Relegation gegen den VfL Wolfsburg war bei den Spielern von Holstein Kiel riesig, doch auch zwischen den Trainern beider Vereine, Bruno Labbadia und Markus Anfang, ​herrschte am Montagabend die ein oder andere Unstimmigkeit. Einen Tag später feierte die Mannschaft mit den Fans dennoch ausgelassen die durchaus erfolgreiche Saison, die hinter den 'Störchen' liegt. 


Für Anfang war es jedoch die letzte Feier in Kiel. Der 43-Jährige wechselt zu seinem Heimatverein, dem 1. FC Köln, und wird gemeinsam mit Geschäftsführer Armin Veh die direkte Rückkehr in die Bundesliga anpeilen, nachdem die Mannschaft mit lediglich 22 Punkten in die zweite Liga abgestiegen ist, obwohl man sich im Jahr zuvor noch für die Europa League qualifizieren konnte. 


Am Dienstag offenbarte er daher gegenüber Sky, was in den kommenden Monaten auf ihn zukommen wird: "Dass dieser Verein und diese Region natürlich diese Ambition haben muss, nach oben zu gehen - gerade, wenn du abgestiegen bist - ist vollkommen logisch. Allerdings ist es auch ein Weg. Der ist nicht innerhalb von einem Monat erledigt, das ist ein Weg über eine ganze Saison." Diesen müsse man nun "annehmen und umsetzen."

Daher werde man den Prozess "leben, wir werden alles dafür tun." Anfang wolle gemeinsam mit der Mannschaft "leidenschaftlich dafür arbeiten und für uns dem Anspruch gerecht werden, dass wir es schaffen, mit dem Klub gemeinsam erfolgreich zu sein." Jener Erfolg würde schließlich "auch berechtigen, dass wir dann vielleicht aufsteigen." 


Zunächst einmal dürfte er sich jedoch gemeinsam mit Veh um die weitere Kaderplanung kümmern, nachdem bereits einige Spieler die Domstädter verlassen haben. Sobald diese abgeschlossen ist, steht Anfang am Beginn des Prozesses, den er am liebsten mit dem Aufstieg in die Bundesliga beenden will.