​Am gestrigen Samstagabend gewann der FC Chelsea das Finale des FA-Cups gegen Manchester United mit 1:0. Der umstrittene Manager Antonio Conte erreichte mit den 'Blues' somit nicht die Qualifikation zur Champions League, doch schloss die Saison immerhin mit dem Pokalsieg ab. Einer, der die Partie gegen die 'Red Devils' nicht live im Stadion sehen konnte, war ausgerechnet Chelseas Besitzer Roman Abramovich. Der 51-Jährige hat Probleme mit seinem Visum, wie die Financial Times berichtet.


Chelsea v Manchester United - The Emirates FA Cup Final

Konnte den Pokalsieg seines Vereins im Stadion nicht live miterleben: Roman Abramovich.


Die britische Behörde ist immer noch dabei, das Visum des Chelsea-Oligarchen zu verlängern. Das berichten vier Personen, die dem Russen nahestehen sollen. Aufgrund seines auslaufenden Visums konnte der 13. reichste Mann von Großbritannien das Pokalfinale seines FC Chelsea gegen Manchester United auch nicht live im Stadion sehen. Somit reiste er in sein Heimatland ab. Das Visum sei Abramovich offenbar nicht verwehrt worden, doch die Verlängerung benötige mehr Zeit, als dies gewöhnlich der Fall sei. Eine Stellungnahme von Abramovich gab es diesbezüglich nicht.


Bob Seely, ein Parteimitglied der konservativen Partei, vermutet: "Entweder es gibt eine harmlose Erklärung für die verspätete Ausstellung des Visums für Mr. Abramovich, oder die Regierung verliert immer mehr die Sympathie für russische Oligarchen im Vereinigten Königreich."


William Browder, ein Manager, der sich für Sanktionen gegen russisches Geld ausspricht, das in westliches Kapital fließt, kommentiert die Situation mit einem sarkastischen Unterton: "Diese Dinge passieren aufgrund mysteriöser Dinge. Es muss sehr frustrierend für ihn sein, seinen geliebten FC Chelsea nicht besuchen zu können." 


Abramovich zieht es vor, sich eng mit den Klub-Verantwortlichen auszutauschen, zumal sein tägliches Management von seinen Mitarbeitern Marina Granovskaia und Bruce Buck durchgeführt wird. Wie es mit Abramovich und seiner Zukunft in England weitergeht, werden die nächsten Tagen und Wochen zeigen.