​Bei der Trainersuche der Frankfurter Eintracht nach einem Nachfolger für Niko Kovac half auch der Ex-Frankfurter Pirmin Schwegler. Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing befragte Schwegler zu dessen Einschätzung über den kommenden Eintracht-Trainer Adi Hütter. Schwegler hatte 2005/06 selbst für Hütters jetzigen Klub Young Boys Bern gespielt. Für Hütter wird derweil mit dem Trainerjob in der Bundesliga ein Traum wahr.


Steubing erzählte der ​Fankfurter Rundschau, er habe seinen Freund Pirmin Schwegler zu Hütter befragt, und dieser hätte nur Gutes zu berichten gehabt. "Er steht für Disziplin und Ordnungssinn, hält aber nicht so starr an seinem Konzept fest wie Niko Kovac", erklärte Steubing die Einschätzung zum neuen Eintracht-Trainer. Hütter wird damit die Nachfolge von Kovac antreten, der die Eintracht in zwei Jahren zweimal ins Pokalfinale führte. 


Adi Hütter ist der Wunschkandidat der Frankfurter. Hütter wurde in dieser Saison Schweizer Meister mit den Young Boys Bern und erhält in Frankfurt einen Vertrag bis 2021. 

Hütter führte als junger Trainer den SV Grödig in die österreichische Bundesliga, wurde 2014 und 2015 mit RB Salzburg zweimal Meister und führte nun die Young Boys aus Bern zum ersten Titel seit über 30 Jahren. Durch einen Pokalsieg im Finale gegen den FC Zürich wäre sogar noch das Schweizer Double möglich. 

"Adi ist ein echter Fußballfachmann, der diesen Sport durch und durch lebt. Seine Vita ist beeindruckend, denn er hat bewiesen, dass er mit harter Arbeit auch aus geringen Möglichkeiten das Optimum herausholen kann. Adi war immer unser Wunschkandidat", ​erläutert Sportvorstand Fredi Bobic die Verpflichtung von Hütter als neuem Trainer. 


Gegenüber den ​Salzburger Nachrichten berichtet Hütter, er verlasse Bern nur schweren Herzens, aber die Chance in der Bundesliga müsse er nutzen. "Vor Beginn der Frühsaison habe ich Werder Bremen noch abgesagt und wollte auch den Job als Nationaltrainer in Österreich noch nicht annehmen, weil ich in Bern meine Heimat gefunden habe. Ich wollte der Stadt und den Fans des Titel schenken", begründet Hütter den Zeitpunkt des Wechsels. 

Die Zeit sei nun reif gewesen, da man nie wisse, wann wieder ein Angebot aus der Bundesliga komme. Zu seiner Entscheidung für Frankfurt sagt er: "Mit einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt geht für mich ein Traum in Erfüllung. Als Spieler blieb mir die Bundesliga verwehrt. [...] Aber nun freue ich mich umso mehr darauf, in der Liga des Weltmeisters tätig sein zu können."


Für Hütter wird in Frankfurt die Aufgabe anstehen, der Mannschaft seine offensive Spielweise nahe zu bringen und die Eintracht ins internationale Geschäft zu führen, nachdem Kovac dies Stand jetzt nicht gelungen ist.