Schalke 04: Die Tops & Flops der Vizemeister-Saison

Der FC Schalke hat unter Trainer-Shootingstar Domenico Tedesco wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit lang vermissten Tugenden sicherten sich die Knappen die Vizemeisterschaft und kehren in der kommenden Spielzeit in die Champions-League zurück. Nach der Erfolgssaison gibt es im Schalker Kader naturgemäß viele Gewinner. Ein abwanderungswilliges Eigengewächs und ein Langzeitverletzter finden sich dagegen auf der Verliererseite wieder.


Das sind die Tops und Flops der Schalker Vizemeister-Saison:

9. Top: Domenico Tedesco

Der Trainer ist in der Erfolgsstory 2017/18 an erster Stelle zu nennen, findet auch Kapitän Ralf Fährmann: "Der Erfolg ist einzig und allein der Verdienst des Trainers", schwärmte der Knappen-Keeper zuletzt in einem Interview. Knapp 1,9 Punkte holte der 32 Jahre alte Deutsch-Italiener in seiner ersten Schalke-Saison im Schnitt. 63 Zähler bedeuteten am Ende Rang zwei hinter den Bayern und stolze acht Punkte vor Revier-Rivale BVB.


Auch wenn Schalkes häufig destruktiver Spielstil häufig kritisiert wurde: Tedesco hat es geschafft, eine taktisch hochdisziplinierte Einheit zu formen, die ihre Chancen effizient ausnutzt. "Wir haben vielleicht nicht die besten Fußballer, aber eine sehr intelligente Mannschaft", meinte Manager Christian Heidel zu den Leistungen der Knappen.

8. Top: Ralf Fährmann

Ralf Fährmann ist einer der Gewinner unter Tedesco und der Schalker Saison. Der 29-jährige Schlussmann war zwar schon vor dem neuen Knappen-Coach die Nummer eins und überzeugte mit konstant starken Leistungen. In diesem Jahr hat Fährmann aber noch einmal an Bedeutung für das Team zugelegt: Die Identifikationsfigur ist zum echten Führungsspieler gereift und wurde von Tedesco vor der Saison zum Kapitän ernannt.

7. Top: Naldo

Schalkes Abwehrchef ist drei Jahre älter als sein Trainer und dennoch der verlängerte Arm von Tedesco auf dem Platz. Keine einzige Bundesligaminute hat der 35-jährige Brasilianer verpasst - seine Leistungen sprechen dabei für sich. Defensiv glänzte er als bester Zweikämpfer der gesamten Liga, offensiv war er mit sieben Toren und zwei Vorlagen zur Stelle. Das "Schalker Stoppschild" bleibt in dieser Form unverzichtbar.

6. Top: Daniel Caligiuri

Der 30-jährige Deutsch-Italiener fliegt gerne unter dem Radar. Caligiuri wird leicht vergessen, wenn es um die Schalker Erfolgsgaranten in der abgelaufenen Spielzeit geht. Gerecht wird das seinen konstant starken Leistungen nicht. 32-mal stand er in Schalkes Bundesliga-Startelf, sechs Tore und elf Vorlagen gelangen ihm dabei. Ob auf der linken oder rechten Seite: Auf den Dauerläufer war stets Verlass.

5. Top: Amine Harit

Der 20-jährige Marokkaner müsste hier zusammen mit Manager Heidel stehen. Der hatte den feinen Dribbler vor der Saison für acht Millionen Euro nämlich aus Nantes losgeist - und sich dabei gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt. Nach einem Raketenstart fiel Harit im Verlauf der Saison zwar in ein Loch, sein enormes Potenzial ist aber nicht zu bezweifeln. Am Ende spielte er mit 31 Liga-Einsätzen, drei Treffern und sieben Vorlagen eine starke Bundesliga-Debütsaison. Harit ist die Zukunft im Schalker Offensivbereich.

4. Top: Guido Burgstaller

Der österreichische Torjäger wirkt oftmals etwas hölzern und läuft deshalb auch Gefahr etwas unterschätzt zu werden. Nicht aber vom Schalker Publikum: Bei den Knappen-Anhängern hat Burgstaller wegen seiner unermüdlichen Spielweise ein Stein im Brett. Der 29-Jährige verkörpert genau das, wofür Schalke stehen will. Ganz nebenbei besitzt er auch Torjägerqualitäten: Elfmal knipste er in der Bundesliga, fünf Tore bereitete er vor.

3. Top: Thilo Kehrer

Vor der Saison kehrte das Eigengewächs mit dem U21-EM-Titel nach Gelsenkirchen zurück. Dann gab ihm der neue Trainer den Vorzug gegenüber Weltmeister Höwedes und Kehrer so einen Schub. Wenn der 21-Jährige fit war, stand er meist auch in der Startelf der starken Schalker Dreierabwehrkette. Mit drei Toren und zwei Vorlagen zeigte Kehrer auch offensiv seine Qualitäten.

2. Flop: Max Meyer

Lange Zeit sah es so aus, als ob Max Meyer ganz klar auf der Top-Seite stehen würde. Unter Tedesco entwickelte er sich nach seiner Versetzung ins zentral defensive Mittelfeld zum absoluten Leistungsträger. Bis nach einigem Hin und Her und einer öffentlichen Schlammschlacht zwischen Berater Roger Wittmann und S04-Manager Heidel sein Abschied besiegelt wurde. Der 22-Jährige soll sich in der Folge lustlos präsentiert haben und fand sich nur noch auf der Bank wieder. An den letzten drei Spieltagen fehlte er im Aufgebot komplett. Statt sich von seinem Jugendklub offiziell zu verabschieden, weilte Meyer lieber im Urlaub. Wohin es ihn zieht, ist weiter unklar.

1. Flop: Pablo Insua

Ein Flop, der eigentlich gar nichts dafür kann. Pablo Insua ist eher der große Pechvogel der Schalke-Saison. Für 3,5 Millionen Euro kam der spanische Innenverteidiger im Sommer 2017 von Deportivo La Coruna. Auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga musste Insua aber bis Mitte März 2017 warten. Herzprobleme zwangen ihn zu einer schier endlosen Pause. In der kommenden Spielzeit muss der 24-Jährige neu angreifen.

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