​Vor knapp vier Jahren wurde Kevin Großkreutz mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. Danach ging es für den Spieler bergab und jetzt steht er ​sogar beim Fast-Drittligisten SV Darmstadt vor dem Aus. In der BILD sprach nun Trainer Dirk Schuster über seinen berühmten Akteur. 


Der Vertrag des 29-Jährigen läuft noch bis zum Sommer nächsten Jahres, die Lilien würden ihn jedoch in dieser Transferperiode bereits loswerden wollen, doch Schuster erklärte nun: "Grundsätzlich respektieren wir alle Verträge. Wir werden keinen mit Macht vom Hof jagen, in dem man komische Trainingsmethoden anwendet. Das ist nicht unsere Art. Das gehört sich auch einfach nicht."

Hoffnung für Großkreutz! Der Rechtsverteidiger, der in dieser Spielzeit in 28 Spielen an sechs Treffern beteiligt war, muss somit nicht die erneute Vereinslosigkeit fürchten und könnte sich, falls er keinen neuen Verein im Sommer finden, mit Kampf und guter Leistungen zurück in die Startelf befördern. „Grundsätzlich wäre es der beste Effekt, wenn ein Spieler uns zeigt: ‚Hier Trainer, ich kann das viel besser, als die Leute, die Du vielleicht favorisiert hast. Ich zeig Dir das.‘ Das wäre für alle eine gute Situation, weil der Konkurrenzkampf sich hochschaukeln würde und die Qualität da wäre, die uns besser macht", erklärte der Darmstadt-Trainer. 

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Darf sich als Weltmeister bezeichnen: Kevin Großkreutz



In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit Kevin Großkreutz gegeben. Zuletzt wurde er im März 2017 beim VfB Stuttgart aufgrund einer Partynacht mit Jugendspielern des VfB rausgeschmissen. Doch Schuster betonte, dass Großkreutz in Darmstadt immer ein Vorbild war: „Kevin hat sich bislang in der ganzen Zeit sehr vorbildlich verhalten – auch wenn es in der Rückrunde Situationen gab, in denen es sportlich schwierig für ihn war. Ihm eilte ja ein anderer Ruf voraus, davon habe ich überhaupt nichts mitbekommen. Er hat mit seiner Familie hier zudem ein Umfeld vorgefunden, nach dem er, glaube ich, gesucht hat und in dem er sich wohlfühlt."