BVB: Die Tops & Flops der abgelaufenen Saison

Borussia Dortmund spielte wirklich eine Saison zum Vergessen. Dennoch reichte es am Ende für die direkte Champions-League-Qualifikation, was für andere Vereine ein Grund zum Jubeln wäre. Doch der BVB sicherte sich die Teilnahme am Ende durch mehr Glück als Verstand. Doch es war nicht alles schlecht in der Spielzeit 2017/18. Nach einer Achterbahnsaison ist es schwer, ein gerechtes Fazit zu ziehen. Das sind die Tops und Flops dieser BVB-Saison:

1. Top: Manuel Akanji

Der Schweizer kam im Winter für 21 Millionen Euro vom FC Basel und spielte sich schnell in die Stammformation. Zum Ende der Saison verwies er gar den einstigen Abwehrchef Sokratis in die Schranken. In den letzten Partien überzeugte der etatmäßige Innenverteidiger auch auf der Linksverteidigerposition. Fazit: eine echte Verstärkung.

2. Flop: Marcel Schmelzer

Marcel Schmelzer zerbrach an der Bürde des Kapitänsamts. Der Verteidiger spielte eine eklatant schlechte Saison, an dessen Ende er gar seinen Stammplatz einbüßte. Die Zahlen belegen sein Seuchen-Jahr: von den 27 Spielen, in denen der Ex-Kapitän auflief, konnte sein Team lediglich sechs (!) gewinnen. Ein unterirdischer Wert.

3. Top: Marco Reus

Marco Reus verpasste die komplette Hinrunde wegen eines Kreuzbandanrisses. In der Rückrunde aber spielte er, als sei er nie weggewesen. In elf Bundesligaspielen erzielte der Nationalspieler sieben Treffer und überzeugte in Anwesenheit von Marcel Schmelzer auch als Kapitän. Durch seine erneute Verlängerung ist er in Dortmund endgültig zur Legende aufgestiegen.

4. Flop: Jeremy Toljan

Der U21-Europameister wurde geholt, um den alternden Lukasz Piszczek zu entlasten. Zudem galt der variabel einsetzbare Defensivmann als guter Back-Up. Doch weder auf rechten, noch auf der linken Abwehrseite konnte der Ex-Hoffenheimer überzeugen. Im Sommer gilt der 23-Jährige als Verkaufskandidat.

5. Top: Maximilian Philipp

Vor der Saison wurde der BVB wegen des Philipp-Transfers noch belächelt. Wie kann man nur über 20 Millionen Euro für einen Spieler vom SC Freiburg ausgeben? Doch Philipp überzeugte von Minute eins an. Neun Tore erzielte er in seiner ersten BVB-Saison. Nur eine schwere Verletzung verhinderte, dass es am Ende mehr wurden.

6. Flop: Julian Weigl

Es scheint so, als könne Julian Weigl nur unter Thomas Tuchel funktionieren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Ex-Coach seinen Schützling nun nach Paris locken möchte. Weder unter Peter Bosz, noch unter Peter Stöger konnte der 22-Jährige an seine Form unter Tuchel anknüpfen. Bei einem entsprechenden Angebot wird man Weigl möglicherweise ziehen lassen.

7. Top: Jadon Sancho

Das englische Supertalent kam im Sommer aus der Jugend von Manchester City und wurde lange nicht beachtet. Erst zu Beginn der Hinrunde, als der BVB viele Ausfälle von Offensivkräften zu beklagen hatte, machte der 18-Jährige erstmals von sich reden. Zum Saisonfinale, erkämpfte er sich dann sogar einen Stammplatz. Ein Tor und vier Vorlagen gelangen dem Offensivmann in seiner ersten Profisaison. Und das in lediglich zwölf Einsätzen.

8. Flop: Gonzalo Castro

Neben Marcel Schmelzer war Gonzalo Castro in dieser Saison sicherlich der schwächste BVB-Akteur, sodass der Deutsch-Spanier zuletzt keine Rolle mehr im Team der Borussia spielte. Im Sommer ist der Mittelfeldspieler sicherlich der größte Verkaufskandidat. Allerdings unterschrieb der Ex-Leverkusener erst kürzlich einen neuen Vertrag.

9. Top: Michy Batshuayi

Der Belgier machte den Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang schnell vergessen. Bereits in seinem ersten Bundesligaspiel erzielte er einen Doppelpack und sorgte letztlich für den Sieg in Köln. Eine Verletzung auf Schalke beendete seine BVB-Zeit vorzeitig. In insgesamt 14 Spielen erzielte er neun Treffer.

10. Flop: André Schürrle

Auch in seiner zweiten Saison wurde André Schürrle dem Status des Rekordtransfers nicht gerecht. Zwar erlebte er zu Beginn des Jahres ein kleines Hoch, doch der Weltmeister verfiel schnell wieder in alte Untugenden. Nur ein Tor gelang ihm in dieser Saison in der Bundesliga. Auch Schürrle wird den Verein im Sommer vermutlich verlassen. 30 Millionen Euro wird allerdings kein Verein der Welt mehr für den Offensivakteur zahlen.

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