​Lange munkelte man, dass sich Ralph Hasenhüttl und RB Leipzig trennen könnten, doch letzten Endes kam die Vertragsauflösung des 50-Jährigen doch überraschend: der Cheftrainer, der mit den Leipzigern zwei Mal hintereinander das Ticket für einen internationalen Wettbewerb buchen konnte, wollte nur mit einem langfristigen Vertrag in die neue Saison gehen. Das wollten die Vereinsbosse allerdings nicht, so kam es zur Trennung. Nach Informationen der Bild-Zeitung kann sich der Österreicher immerhin über eine Abfindung freuen.


Der gebürtige Grazer war in verschiedensten Funktionen von 2004 bis 2010 für die Spielvereinigung Unterhaching verantwortlich. Von 2011 bis 2013 war er Trainer beim VfR Aalen, von 2013 bis 2016 beim FC Ingolstadt. 


Als Trainer der Leipziger hatte Hasenhüttl eine durchaus erfolgreiche Bilanz vorzuweisen: 2017 wurde er mit RB vor Vereinen wie dem FC Schalke 04, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und anderen deutscher Vizemeister. So gelang ihm die direkte Qualifikation für die UEFA Champions League. Schlussendlich schied er mit seinem Team im Viertelfinale der UEFA Europa League gegen den späteren Finalisten Marseille aus.

Hertha BSC v RB Leipzig - Bundesliga

Keine Vertragsverlängerung, kein Trainer: Rangnick muss nach dem Hasenhüttl-Aus auf Trainersuche gehen


All dies war den Verantwortlichen wohl nicht genug, um sich auf ein langfristiges Engagement einzulassen. Zwar habe der Trainer die Saisonziele erfüllt, doch die Spielweise soll Rangnick und Co. missfallen haben. Zunächst zögerte Hasenhüttl mit einer Vertragsverlängerung, dann zögerte der Verein. Eine vertrauensvolle Arbeit schien für ihn ohne einen langfristigen Vertrag nicht mehr möglich zu sein. 


"Nach gemeinsamen Erfolgen sollte man ehrliche Worte an den Tag legen können und auch ein klares Nein statt ein beschwichtigendes Ja wählen dürfen", wird er zitiert. Der Vertrag von Hasenhüttl war noch bis zum 30.06.2019 gültig. Zum Abschied darf er sich immerhin über eine Abfindung in Höhe von 650.000 Euro freuen. Wie es für ihn beruflich weiter geht, bleibt abzuwarten.