Der HSV will in der kommenden Saison den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen. Dabei helfen soll ein Grundgerüst aus erfahrenen Spielern. Daneben baut HSV-Coach Christian Titz aber auch auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Gleich sieben Youngster sollen in der Zweitliga-Saison in den Profi-Kader aufrücken.


Der Gang in die zweite Liga ist Realität. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird der HSV in der Saison 2018/19 nicht mehr Teil​ der Bundesliga sein. Trübsal will man an der Elbe aber nicht lange blasen, der gefallene Bundesliga-Dino will so schnell wie möglich zurückkommen. Mit Christian Titz als Steuermann soll der direkte Wiederaufstieg gelingen. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren - auch wenn der neue, so dringend gesuchte Sportvorstand noch nicht gefunden wurde. 


Bis dahin übernimmt Titz in Zusammenarbeit mit Direktor Sport Bernhard Peters und Kaderplaner Johannes Spors die Personalplanungen für die kommende Zweitliga-Spielzeit. Fünf Profis aus dem Abstiegskader werden den HSV definitiv verlassen. Am Dienstagvormittag wurden Dennis Diekmeier, Sejad Salihovic, Sven Schipplock, Bjarne Thoelke und Andrea Hirzel offiziell verabschiedet. Weitere dürften folgen, auch wenn die ​Hamburger gewillt sind Lewis Holtby, Aaron Hunt, Nicolai Müller, Douglas Santos und Sturm-Juwel Fiete Arp zu halten. Dieses Unterfangen wird aber wohl nur schwer zu realisieren sein. Die Zeichen bei Holtby stehen nach MoPo-Informationen auf Abschied, gleiches gilt für den Brasilianer Santos.

Sieben Youngster werden befördert


Um einen Kern aus erfahrenen Führungsspielern soll eine junge, erfolgshungrige Mannschaft geformt werden. Ein erstes Zeichen setzt der Klub mit der Beförderung von gleich sieben Spielern aus dem eigenen Stall, die in der kommenden Spielzeit fest zum Profi-Kader gehören sollen. Wie die MoPo berichtet, erhalten aus dem U19-Bundesliga-Team Josha Vagnoman, Tobias Knost, Patric Pfeiffer und Marco Drawz Verträge für die erste Mannschaft. Der 17-jährige Vagnoman feierte beim 0:6 in München unter Ex-Coach Bernd Hollerbach bereits sein Bundesligadebüt. Der 19-jährige Rechtsaußen Marco Drawz trainierte im Saisonendspurt unter Titz fest bei den Profis mit. Mit Rechtsverteidiger Knost (18) und Innenverteidiger Pfeifer (18) rücken zwei weitere Spieler vom Tabellenzweiten der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost auf.

VfB Stuttgart v Hamburger SV - Bundesliga

Stephan Ambrosius (r., gegen Stuttgarts Daniel Ginczek) gab beim 1:1 gegen den VfB sein Bundesligadebüt.


Aus der Regionalliga-Reserve, die Titz bis zu seiner eignen Beförderung trainierte, kommen mit Stephan Ambrosius, Moritz-Broni Kwarteng und Arianit Ferati drei Spieler zu den Profis. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger Ambrosius stand Ende März gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga-Startelf und besitzt beim HSV noch einen Vertrag bis 2021. 


Der auslaufende Kontrakt mit Offensiv-Allrounder Kwarteng muss dagegen erst verlängert werden. Der 20-Jährige erzielte für den Zweiten der Regionalliga Nord in der abgelaufenen Saison bei 23 Einsätzen drei Tore und legte drei Treffer auf. Der offensive Mittelfeldspieler Arianit Ferati war bis zum Winter an Erzgebirge Aue verliehen und absolvierte dabei vier Zweitligaspiele. Nach der Winterpause kam er im Regionalliga-Team zu 13 Einsätzen, bei denen dem 20-Jährigen vier Treffer und drei Vorlagen gelangen.