WM-Aus für die DEB-Auswahl. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste sich Favorit Kanada mit 0:3 geschlagen geben und beendet damit die Weltmeisterschaft in Dänemark auf Platz elf. Bundestrainer Marco Sturm musste gleich auf 15 Olympia-Helden verzichten, zehn Spieler feierten ihr WM-Debüt.


Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat zwei Tage nach dem Sieg über Ex-Weltmeister Finnland eine erneute Überraschung verpasst und musste sich gegen 26-fachen Titelträger Kanada zum 34.-mal im 37. Duell geschlagen geben. Bundestrainer Marco Sturm hatte mit seinem jungen Team 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) letztlich keine Chance und beendet damit die WM in Dänemark auf Rang elf.

Exakt 81 Tage nach dem Sensationssieg von Pyeongchang gelang den Kanadiern die Revanche für die Halbfinal-Pleite bei Olympia. Während auf deutscher Seite 15 Silber-Helden fehlten und die DEB-Auswahl mit zehn WM-Debütanten an den Start ging, trat Kanada, anders als bei Olympia, mit den NHL-Stars an. Dabei trafen die beiden Teamkollegen der Edmonton Oilers aufeinander: Connor McDavid bei den Ahornblättern und das deutsche Supertalent Leon Draisaitl.

McDavid konnte das Duell klar für sich entscheiden und bereitete die ersten beiden Treffer vor. "Die Durchschlagskraft hat gefehlt, wir haben unsere Chancen nicht genutzt", sagte Leon Draisaitl zu Sport1. Für McDavids kongenialen Oilers-Sturmpartner ist das Turnier vorzeitig beendet. Erstmals unter Bundestrainer Sturm konnte sich die DEB-Auswahl nicht für das Viertelfinale qualifizieren. "Den Start ins Turnier hatten wir uns anders vorgestellt, das war ausschlaggebend", erklärte Draisaitl. "Solange man nicht absteigt, verlässt man eine WM immer mit einem Lächeln. Es ist etwas Besonderes, für sein Land zu spielen. Und das war auch diesmal nicht anders", war der 22-Jährige dennoch stolz.


Der Bundestrainer haderte dagegen ein wenig mit dem Auftritt der DEB-Auswahl, auch wenn man in der Formation der WM zum ersten Mal zusammen gewesen sei. "Wenn man gegen so große Nationen wie Kanada spielt, muss man anders auftreten", befand Sturm. "Für uns ist es ein Lernprozess - besonders für die jungen Spieler, denen man angemerkt hat, dass sie noch nie gegen Kanada gespielt haben. Wir werden nächstes Jahr mehr Erfahrung haben und neu angreifen. Wir wollen mithalten mit den Großen", blickte er voraus.