​Der Abgang von Noch-Eintracht​ ​Niko Kovac zum FC Bayern München hat viele im Umfeld von Eintracht Frankfurt regelrecht paralysiert. Sportvorstand Fredi Bobic arbeitete in den letzten Wochen im Hintergrund aber mit Nachdruck an einer schnellen Lösung für die kommenden Saison. Bei Sky90 kündigte der ehemalige Angreifer nun an, dass die Verhandlungen mit einem Nachfolger bereits weit fortgeschritten seien und die Fans der Eintracht nicht mehr lange auf eine Verkündung warten müssen.


So wollen die Hessen möglichst zeitnah nach dem ​DFB-Pokalfinale gegen die Bayern am kommenden Samstag den neuen Trainer präsentieren. Um welchen Fußballlehrer es sich dabei handeln wird, wollte der 46-Jährige zwar nicht verraten, versicherte aber, dass die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten seien und es "sicherlich nicht mehr lange dauern" würde. 

In der Vergangenheit war es Niko Kovac gelungen, aus einer Ansammlung von talentierten Individualisten aus den Frankfurtern eine geschworen Einheit zu formen. Nach seiner Wechsel-Bekanntgabe war jedoch deutlich zu erkennen, dass die Mannschaft nicht mehr alles aus sich herausholen konnte. Dennoch wolle man laut Bobic als Nachfolger "keinen Kovac 2.0", vielmehr müsse der neuen Cheftrainer ebenso zur Eintracht passen. 


​"Der neue Trainer soll Frankfurt als nicht immer ganz schicke Multi-Kulti-Stadt repräsentieren. Er soll eine eigene Persönlichkeit haben, die gerne robust und rau sein darf. Wir wollen einen Arbeiter, der antreibt. Aber wir wollen natürlich auch Fußball spielen", so der Sportvorstand. Einer der allem Anschein nach ideal in dieses Anforderungsprofil passen würde, ist Slaven Bilic. Der Kroate, der zuletzt bis zum Herbst 2017 Trainer von West Ham United war und auch sonst in Europa bereits weit herum gekommen ist, gilt daher unter vielen Experten als aussichtsreichster Kandidat.