Lange Zeit musste der VfB Stuttgart auf ihn verzichten, doch im letzten Spiel der Saison befand sich Matthias Zimmermann nach seinem Kreuzbandriss wieder im Kader - und bekam glatt einen Einsatz in den Schlussminuten geschenkt. Der 25-Jährige ist nach langer Leidenszeit wieder zurückgekehrt und kann nun in der neuen Saison voll angreifen.


Der gestrige Samstagnachmittag war ein perfekter Abschluss einer turbulenten Saison für den VfB Stuttgart. Unter Aufstiegstrainer Hannes Wolf taten sich die Schwaben über weite Strecken schwer und rutschten in den Tabellenkeller ab, weshalb der 37-Jährige Ende Januar sein Amt als Übungsleiter niederlegte. Nachfolger wurde der umstrittene Tayfun Korkut, der den VfB jedoch von Grund auf umstrukturierte und die Mannschaft von Platz 14 auf sieben führte - nicht zuletzt dank des überraschend hohen ​4:1-Sieges beim FC Bayern München.​


Mit von der Partie war dort auch Matthias Zimmermann. Der mittlerweile 25-Jährige wechselte im Sommer 2015 zur zweiten Mannschaft des VfB, wurde ein Jahr später zu den Profis befördert und war in der zweiten Liga ein wichtiger Baustein für den Aufsteiger. Eigentlich ist Zimmermann gelernter Rechtsverteidiger, kann jedoch auch im rechten oder zentralen Mittelfeld agieren. Wolf setzte im defensiven Mittelfeld auf ihn, weshalb er dort in der Saison 2016/17 auf insgesamt 27 Einsätze in der zweiten Liga kam und auch in der Bundesliga ein wichtiger Teil der jungen Truppe werden sollte.


Nach dem zweiten Spieltag trat jedoch Ernüchterung ein: Zimmermann erlitt im Testspiel gegen den FC Ingolstadt einen Kreuzbandriss, fiel daher für mehrere Monate aus und stand erst im Februar dieses Jahres wieder auf dem Trainingsplatz. Nach der Vertragsverlängerung im Dezember arbeitete Zimmermann fleißig an seinem Comeback und wurde am gestrigen Nachmittag dafür belohnt, als er in der 88. Minute für Anastasios Donis, der mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich am Stuttgarter Überraschungssieg in München beteiligt war, eingewechselt wurde. 

​​Nun kann Zimmermann also in der neuen Saison angreifen, muss sich dort jedoch unter anderem gegen Santiago Ascacibar, Timo Baumgartl oder Emiliano Insua durchsetzen, um sich einen Stammplatz zu erarbeiten. Diese Aufgabe ist alles andere als ein leichtes Unterfangen, doch Matthias Zimmermann dürfte grundsätzlich darüber froh sein, nach langer Pause endlich wieder Fußball spielen zu können.