Trotz des ausbleibenden sportlichen Erfolges des AC Milan und der Verfehlung des Saisonziels Champions League meldet nun Milano Finanza überraschend, dass die chinesische Führung um Yonghong Li ein neues Stadion plant, um den Traditionsclub wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Um diese finanzielle Mammutaufgabe zu bewerkstelligen, hat man sich bereits auf die Suche nach weiteren Investoren begeben.


Betrachtet man die Schlagzeilen der letzten Wochen, als die Liquidität der „Rossoneri“ an den Pranger gestellt wurde, so kommt diese Meldung nun völlig überraschend. Doch das eigentliche Problem der finanziellen Schaffenskraft bleibt weiterhin bestehen. Laut calciomercato.com soll daher das Elliot Management bereit sein, seine Anteile gewinnbringend an schwerreiche Investoren zu verkaufen, um frisches Geld in die klammen Kassen der Lombarden zu spülen.


Mit Stephen Ross, US-Immobilienunternehmer und Besitzer des NFL-Teams Miami Dolphins, und Charlie Stillitano, Top-Promoter und Erfinder des International Champions Cups, sollen schon zwei Kandidaten in den Startlöchern bereit stehen. Allein das Gesamtvermögen von Stephen Ross soll sich auf 12 Milliarden Euro belaufen und würde die Norditaliener wirtschaftlich in ganz neue Sphären katapultieren.


Mit der Meldung des Mailänder Wirtschaftsmagazins werden die Gerüchte gewiss befeuert, dass sich hinter den Kulissen des siebenfachen Champions-League-Siegers gerade einiges tut und eine weitere Revolution im Sommer nicht unwahrscheinlich scheint.


Doch der Bau eines neuen Stadions bleibt zunächst ein langfristiges Projekt, während die Mailänder so schnell wie möglich eine Finanzspritze benötigen, um überhaupt die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten. Daher sucht Eigentümer Yonghong Li weiterhin nach neuen Investoren, die den Club mit einer Summe von 400/420 Millionen Euro refinanzieren. Die Refinanzierung des Clubs muss bis spätesten Oktober abgeschlossen sein.