Rein sportlich betrachtet steckt der Hamburger SV aufgrund des drohenden Abstieges wie in den Jahren zuvor in einer Krise, doch am heutigen Tage erreichte die Hanseaten eine positive Nachricht. Wie der Verein mitteilte, habe man von der Deutschen Fußball-Liga die Spielberechtigung für die erste und zweite Bundesliga für das kommende Jahr erhalten.


Die Verantwortlichen des Hamburger SV können aufatmen. Der abstiegsgefährdete Bundesligist erhielt auch für die kommende Saison von der DFL die nötigen Lizenzen, um am Spielbetrieb der ersten beziehungsweise zweiten Bundesliga teilnehmen zu können. "Wir haben beide Ligen-Szenarien inhaltlich professionell vorbereitet und freuen uns über den Erhalt der Lizenzen", wird Vorstandsvorsitzender Frank Wettstein auf der ​vereinseigenen Website zitiert.


Bernd Hoffmann, Präsident des e. V. sowie Aufsichtsratsvorsitzender der HSV Fußball AG, freute sich ebenfalls über den erneuten Erhalt der Lizenzen: "Das ist eine erfreuliche Nachricht. Unser Finanzbereich hat unter der Leitung von Frank Wettstein sehr gute Arbeit geleistet und damit die Grundlage für die kommende Spielzeit geschaffen."

Noch im Februar warnte der 55-Jährige vor einem möglichen Entzug durch die DFL: "Ganz besonders wichtig – und das kann man sich in der boomenden Fußballkonjunktur kaum vorstellen, ist, dass der HSV ein großes Problem damit haben wird, für nächstes Jahr eine Erst- oder Zweitligalizenz zu bekommen. Ich befürchte, dass wir zunächst die Herausforderungen im wirtschaftlichen Bereich lösen müssen. Im letzten Jahr musste der HSV Bedingungen erfüllen, vor allem für den Fall der Zweiten Liga, aber das konnten wir nur erfüllen, da wir eine ganze Reihe an Prozenten an Klaus-Michael Kühne verkauft haben, um Liquidität zu beschaffen", wurde Hoffmann damals im Sportbuzzer zitiert.


​Vor gut einem Monat zeigte er sich jedoch zuversichtlicher und nahm Investor Klaus-Michael Kühne, ​der erneut damit drohte, sein finanzielles Engagement einzustellen, in die Pflicht: "Wir kriegen es hin und werden eine Lizenz für die Erste und Zweite Liga bekommen, möglicherweise auch mit Hilfe von Herrn Kühne. Seien Sie gewiss, der HSV wird im nächsten Jahr auch ein gutes Mitglied des bezahlten deutschen Fußballs sein."


Nun also gaben die Verantwortlichen der DFL grünes Licht für die Hanseaten, die zuvor bis Anfang April Zeit hatten, die nötigen Unterlagen auch für die zweite Liga einzureichen. Damit ist zumindest gesichert, dass dem HSV im Abstiegsfall kein ähnliches Schicksal wie 1860 München droht. Den 'Löwen' wurde nach dem sportlichen Abstieg in die dritte Liga ​die Lizenz verweigert, weshalb der Verein in der laufenden Saison in der Regionalliga Bayern aufläuft.