Seit dem 1. Juli 2017 bekleidet Heiko Herrlich bei Bayer Leverkusen das Amt des Cheftrainers. Mit der Entwicklung der Mannschaft zeigt sich der Übungsleiter zufrieden, weist aber gleichwohl darauf hin, dass seine Truppe noch nicht am Limit ist.


Es war ein Fingerzeig an die internationale Konkurrenz: Vor gut zwei Wochen verlängerte Julian Brandt ​seinen 2019 auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2021. Trotz internationalen Klubs, die dem 21-Jährigen Avancen machten, entschied sich der Jung-Nationalspieler für einen Verbleib bei Bayer Leverkusen. Er komplettiert damit die junge Riege, die langfristig unter dem Bayerkreuz verankert ist.


Den auch Talente wie Jonathan Tah (22, Vertrag bis 2023), Leon Bailey (20, 2022), Panagiotis Retsos (19, 2022) oder Kai Havertz (18, 2022) haben langfristige Verträge in Leverkusen. Eine gute Perspektive habe seine Mannschaft, lässt Trainer Heiko Herrlich dem kicker wissen. "Denn wenn man die letzten 25 Minuten (beim 4:1 gegen Frankfurt; Anm. d. Red.) nimmt, da haben wir in der Dreierkette mit Retsos, Tah und Jedvaj gespielt, links im Mittelfeld mit Bailey und rechts mit Henrichs - das war eine ältere U 19. Dazu vorne Havertz und Brandt."

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Julian Brandt verlängerte vor Kurzem seinen Vertrag


Herrlich weiter: "Diese jungen Spieler sind noch Schwankungen unterworfen. Das hat sich dieses Jahr oft bei uns gezeigt." Dafür würden sich die Akteure aber noch weiterentwickeln. Kai Havertz sei erst 18 Jahre alt und habe bereits 50 Bundesligaspiele. "Das ist unglaublich", freut sich Herrlich. Im Business gilt Leverkusen als Durchgangsstation für ambitionierte Spieler. Diesen Status will der Trainer dem Verein aber nicht anheften.


"Nehmen wir Julian Brandt. Oder auch Jonathan Tah“, zählt Herrlich auf. "Ich weiß nicht, welcher Trainer es schaffen kann zu verhindern, dass er dauerhaft A-Nationalspieler wird." Und Spieler solcher Art haben sich nun zum Verein bekannt. Zum anderen habe Herrlich Vertrauen in Jonas Boldt und Rudi Völler, "ich weiß nicht, welcher Trainer es schaffen kann zu verhindern, dass er dauerhaft A-Nationalspieler wird."