​Nachdem die Borussia vom Niederrhein in drei Spielen zwei Niederlagen und ein Remis hinnehmen musste, wirkten die drei Punkte im Heimspiel gegen Hertha BSC wie eine Wohltat. Ruhe herrschte nach dem Punktsieg allerdings nicht in Mönchengladbach, Thema war hingegen der umstrittene Videobeweis und der Unmut der eigenen Fans.


Die Gladbacher profitierten am vergangenen Spieltag von der technischen Neuerung, dem Videobeweis. Denn nur durch ihn wurde den Borussen ein Elfmeter zugesprochen, den Thorgan Hazard in der 79. Spielminute verwandelte. Doch die Fans sind gegen die Erfindungen und Neuerungen des Verbandes, gegen die Abschaffung der 50+1-Regel und wenn es sein muss, auch gegen die eigene Mannschaft. Denn Profis der Borussia stiegen nach dem Sieg gegen die Hertha vereinzelt auf den Zaun, um den Dialog zu suchen. 

Borussia Moenchengladbach v Hertha BSC - Bundesliga

Im Spiel gegen die Hertha nahm Bibiana Steinhaus ein Tor von Herrmann zurück.



Patrick Herrmann wird bezüglich dieser Thematik von Fohlen-Hautnah zitiert. "Ich habe auch noch versucht, was zu bewirken, aber über die Distanz und bei so vielen Leuten ist das schwierig. Es geht halt nur zusammen. Es geht nicht, wenn wir ein bisschen gespalten sind. Wir müssen alle hintereinander stehen, alle hinter dem Verein stehen", fordert der 27-Jährige. 


Die Szenen nach dem Spiel schilderte der Angreifer wie folgt: "Wir haben ein bisschen versucht mit den Jungs zu reden, weil sie sichtlich unzufrieden mit dem Spiel waren. Das dürfen sie auch, weil es kein gutes Spiel war, aber am Ende haben wir 2:1 gewonnen, drei Punkte geholt und in zwei oder drei Wochen kräht da kein Hahn mehr nach, wie wir das Spiel heute gewonnen haben." 

Borussia Moenchengladbach v Borussia Dortmund - Bundesliga

"Jeder darf Unmut äußern" - Herrmann äußert sich diplomatischen zu den Vorkommnissen nach Spielende.



Dabei rechtfertigt er die Reaktion der Spieler: "Jeder darf seinen Unmut äußern und auch wir dürfen dann mal unsere Meinung sagen, so wie wir es heute getan haben." Yann Sommer hatte sich mit der schlechten Stimmung der eigenen Fans anfangs nicht abgefunden. Auf ihn folgten Profis wie Stindl, Ginter oder auch Kramer, die mit den Fans diskutierten. So schnell wird wohl keine Ruhe um den Videobeweis und auch nicht in den Borussia-Park einkehren.