Paukenschlag beim SV Werder Bremen! Der wiedererstarkte Nordklub hat den Vertrag von Cheftrainer Florian Kohfeldt bis 2021 verlängert. Dies gab der Verein am Dienstag offiziell bekannt. Die beiden Co-Trainer Tim Borowski und Thomas Horsch, Torwarttrainer Christian Vander sowie der gesamte restliche Trainingsstab bleiben dem Klub ebenfalls langfristig erhalten. 

​​"Florian hat mit seiner kommunikativen, transparenten und kritisch-konstruktiven Art großen Anteil am Entwicklungsprozess unserer Mannschaft. Er hat das Team mit klaren Vorstellungen und einer erkennbaren Philosophie aus einer schwierigen Situation herausgeführt", erklärte Werder-Sportchef Frank Baumann. "Wir sind davon überzeugt, dass er mit seinem Trainerteam in Zukunft diesen positiven Weg fortführen wird."


Florian Kohfeldt zeigte sich über seine Vertragsverlängerung überglücklich: "Ich empfinde diese Entscheidung als hohe Wertschätzung meinem gesamten Trainerteam gegenüber und freue mich, dass wir auch in den kommenden Jahren die Zukunft des SV Werder Bremen mitgestalten können. Die vergangenen Monate haben mich in der Ansicht bestärkt, dass in der Mannschaft das Potential steckt, die positive Entwicklung fortzusetzen. Wir wollen gemeinsam eine Kultur in dieser Mannschaft und in dem Verein festigen, zu jeder Zeit auf hohem Niveau das Beste aus uns herauszuholen."


Kohfeldt, der zuvor die U23 trainierte, übernahm Werders Profimannschaft nachdem Alexander Nouri im November 2017 entlassen wurde und die Bremer in die Abstiegszone führte. Mit der passiven Defensive und der kreativlosen Offensive gelang der Mannschaft fast gar nichts auf dem Platz. Die Fans stellten sich schon auf die 2. Liga ein.


Kohfeldt als Nachfolger zu bringen traf bei vielen Werder-Anhängern auf Unverständnis. Baumann sorgte mit seinen Aussagen diesbezüglich auch nicht gerade für Euphorie. Doch auf dem Feld zeigte sich ziemlich schnell, dass man die richtige Entscheidung getroffen hat. 


Die Bremer begannen vor allem sich in der Offensive stark verbessert zu zeigen, die technisch starken Spieler wurden nun für ein System mit spielerischen Lösungen und nicht nur langen Bällen angewandt. Und das spiegelte sich auch in der Tabelle wieder. 


Nach einem desaströsen Saisonstart befindet sich Werder Bremen auf dem 12. Tabellenplatz, nur sechs Punkte von den europäischen Platzierungen entfernt! Dieser Turnaround erinnert wahrlich an die starke Verbesserung unter Nouri in der Rückrunde der vorigen Saison. Wird aber bei Kohfeldt der Erfolg langfristig bleiben?