​Im Samstagabendspiel der Bundesliga haben sich Hertha BSC und der VfL Wolfsburg leistungsgerecht mit 0:0 getrennt. Während die Hertha weiterhin im Mittelfeld der Tabelle feststeckt, wird sich für den VfL Wolfsburg erst mit dem morgigen Mainz-Spiel zeigen, was der Punkt aus Berlin wert ist. 


Hertha BSC Berlin – VfL Wolfsburg 0:0


Die Hertha wechselte im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg beim Hamburger SV auf zwei Positionen: Für Plattenhardt (Gelb-Sperre) und den erkrankten Lazaro begannen Kalou und Leckie. Auch VfL-Übungsleiter Bruno Labbadia brachte zwei neue Akteure: Camacho und Osimhen spielten für Bazoer und Didavi.

Die Partie begann beidseitig kontrolliert, wobei die Hertha durchaus die Initiative übernahm. Ein erstes Mal gefährlich wurde es nach einer Ecke, als Leckie (5.) per Kopf am Pfosten scheiterte. Danach schaffte es Hertha zwar weiter temporär für Unruhe vor dem VfL-Tor zu sorgen, doch wirkliche Chancen blieben zunächst aus.


Und so sollte die nächste nennenswerte Aktion den Gästen gehören, die was die Pfostentreffer anging ausgleichen konnten. Einen scharfen Ball von Arnold an den kurzen Pfosten fälschte Stark (19.) an das eigene Aluminium – Glück für die Gastgeber. In der Folgezeit verflachte die Begegnung zusehends. Beide Angriffsreihen verstanden es nicht, die jeweilige Defensive vor nachhaltige Probleme zu stellen, wodurch sich ein beidseitiges Geduldsspiel entwickelte, das wenig Höhepunkte zu bieten hatte.

Und so sollte erst wieder ein Schuss von Salomon Kalou (37.) für ein wenig Aufsehen sorgen, doch der Ivorer scheiterte aus rund 17 Metern mit einem Schlenzer denkbar knapp. Es war die letzte torgefährliche Aktion eines insgesamt enttäuschenden ersten Durchgangs. 


Besser wurde das Spiel auch im zweiten Durchgang zunächst nicht – lediglich nach Standardsituationen lag ein Hauch von Torgefahr in der Luft. So kam Mittelstädt (61.) aus rund 16 Metern nach einer Ecke zum Abschluss, doch Casteels hielt relativ problemlos.

Beiden Teams fehlte aber weiterhin die Zielstrebigkeit und auch die Bereitschaft zum Risiko, um sich dem gegnerischen Tor auch aus dem Spiel heraus wirklich gefährlich nähern zu können. Erst ein Didavi-Schuss (75.) sorgte wieder für Gefahr, wenngleich der Schuss am Kasten der Gastgeber vorbeirauschte. 

​​Und auch in der Schlussphase nahm die Begegnung keine Fahrt mehr auf, wenngleich beide natürlich weiterhin auf den "Lucky Punch" hoffen durften. Dieser sollte nicht mehr gelingen - und so blieb das einzige Highlight der Schlussphase Joshua Guilavogui (90.+1) vorbehalten. Der Franzose kam gegen Fabian Lustenberger zu spät und holte sich folgerichtig noch gelb-rot ab. Auf das torlose Endergebnis hatte dies allerdings keinen Einfluss mehr.