Dass Breel Embolo mit 20 Jahren beinahe seine Schuhe an den Nagel hängen musste, hatte er Konstantinos Stafylidis zu verdanken. Der Grieche (damals beim FC Augsburg) holte den Schalker Mittelstürmer mit einem Horror-Foul von den Beinen. 17 Monate nach der Attacke standen sich Täter und Opfer wieder auf dem Fußballplatz gegenüber – der Schweizer konnte offenbar verzeihen.


Der Eine hätte um ein Haar die Karriere des Anderen mit nur einem Foul beendet – doch Embolo ist nicht nur ein Fighter, sondern hat auch ein großes Herz. Nach der Attacke von Stafylidis musste der Schweizer, der sich das Sprunggelenk und das Wadenbein brach, sowie das Syndesmose- und Innenband riss, ein knappes Jahr lang zwangspausieren - erst nach 349 Tagen feierte der 21-Jährige sein Comeback.

FC Augsburg v FC Schalke 04 - Bundesliga

Dieses Foul von Stafylidis (r.) machte Embolo (l.) lange zu schaffen



Und was passierte nach 17 Monaten? Embolo versöhnte sich mit seinem Treter. „Er hat sich damals mit einer SMS entschuldigt. Ich hoffe, das Kapitel ist abgeschlossen. Ich fühle mich super, habe keine Schmerzen mehr“, sagte der Angreifer, der seinen Widersacher vor dem Testspiel der 'Nati' im Olympiastadion von Athen (0:1) umarmte – eine schöne Szene. 


Auf dem Platz allerdings begegneten sie sich an diesem Abend nicht mehr: Während Embolo die ersten 74 Minuten der Partie absolvierte, brachte Griechen-Coach Michael Skibbe Stafylidis, der mittlerweile bei Stoke City in der Premier League spielt, erst in der 79. Minute.