​Nach dem 2:0-Erfolg im Rhein-Derby über Bayer Leverkusen ist für den fast schon totgeglaubten 1. FC Köln der Klassenerhalt wieder in realistische Sphären gerückt. Nur noch fünf Punkte beträgt der Abstand auf das rettende Ufer. Für FC-Coach Stefan Ruthenbeck hat sein Team aber einen alles entscheidenden Vorteil.


"Wir sind zum Ende hin topfit", betonte der 45-Jährige in einem Interview mit der BILD-Zeitung. "Hector, Risse und einige mehr – wir hatten so viele Jungs, die lange ausgefallen sind, jetzt erst ihren Rhythmus gefunden haben." Zudem spielt den Kölnern die Krise von Teams wie dem VfL Wolfsburg oder Mainz 05 in die Karten, auf die der 'Effzeh' außerdem auch noch in direkten Duellen trifft: "Ich glaube schon, dass uns die Konkurrenz wahrnimmt. Auch, weil sie noch gegen uns spielen müssen und sehen, dass es da in Köln eine Mannschaft gibt, die selbstbewusst Fußball spielt."



Bei seinem Amtsantritt hatten die Kölner bereits zwölf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Lediglich sechs Punkte holte der FC in der Hinserie. Eine unterirdische Ausbeute. Doch Ruthenbeck glaubte stets an das Wunder: "Anfangs ging es nur darum, dass wir zum Beispiel in München nicht abgeschossen werden. Dann habe ich für mich gedacht: ,Was uns passiert ist, nur sechs Punkte in einer Halbserie zu holen, das kann auch anderen passieren.‘ Aus eigener Kraft wirst du es aber wohl nicht schaffen."


Nach den drei Punkten im Rhein-Derby ist der Abstand auf Rang 15 nun auf fünf Punkte geschrumpft. Schafft der 1. FC Köln tatsächlich noch den Klassenerhalt? "Die Wahrscheinlichkeit ist nach dem Derby-Sieg erhöht worden. Aber die Stimmung ist mir im Moment ein bisschen zu euphorisch. Es bleibt ein Wunder, wenn wir es schaffen sollten", mahnt Ruthenbeck. "Wie Sie schon sagen: Es sind noch fünf Punkte und es kann passieren, dass es wieder Rückschläge gibt. Aber wir haben auf alle Szenarien eine Antwort. Aufgeben ist keine Option. Trotzdem darf man jetzt nicht erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen."