"Kleiner Pisser" - diese Worte in Richtung Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann haben Gladbachs Sportdirekor Max Eberl ein Ermittlungsverfahren des DFB-Kontollausschusses eingebrockt. Dem Fohlen-Manager droht neben einer saftigen Geldstrafe ein Strafantrag. Bei Nagelsmann hatte sich der 44-Jährige direkt nach dem Spiel entschuldigt.


​Der DFB-Kontrollausschuss hat Ermittlungen gegen Max Eberl aufgenommen. Gladbachs Sportdirektor hatte während der Partie gegen 1899 Hoffenheim am vergangenen Samstag TSG-Coach Julian Naglesmann ​als "kleinen Pisser" bezeichnet. Nach dem Schlusspfiff sei Eberl nach eigener Aussage auf Nagelsmann zugegangen, um sich beim 30-Jährigen zu entschuldigen. "Ich habe aus der Emotionalität heraus einen Fehler gemacht und ich habe mich bei Julian entschuldigt", meinte der Fohlen-Manager hinterher. "Aber das Schöne ist, dass man sich danach in die Augen schaut", so Eberl weiter. Nagelsmann hatte seine Entschuldigung offenbar akzeptiert.


Eberls verbale Entgleisung beim spektakulären 3:3-Remis der Gladbacher könnte ihm dennoch teuer zu stehen kommen. Der DFB hat den 44-Jährigen zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert, wie ein Sprecher des Fußballbundes dem kicker offiziell bestätigt haben soll. Aufgrund der Schwere der Beleidigung könnte ein Strafantrag folgen - wie hoch das mögliche Strafmaß ausfällt, hängt auch davon ab, ob die Hoffenheimer Bank Eberl zuvor provoziert hatte. 

Gladbachs Sportdirektor ist kein ganz unbeschriebenes Blatt. Im April 2011 war Eberl wegen Schiedsrichterbeleidigung zu einer Strafe von 2.500 Euro verurteilt worden. Nach der Partie gegen Mainz 05 äußerte sich der 44-Jährige kritisch zu der Leistung des damaligen Schiedsrichters Deniz Aytekin. Eine höhere Strafe droht Eberl deshalb aber nicht, da der Vorfall mittlerweile verjährt ist. 




Gewinne ein Treffen mit Dwayne Johnson! Hier teilnehmen: rampageunleashed.90min.com/de (Nur deutsche Teilnehmer).