​Der 1. FC Köln sendete mit seinem 2:0-Derbysieg gegen Bayer 04 Leverkusen am Sonntag ein wichtiges Lebenszeichen im Abstiegskampf. Bei dem verdienten Heimerfolg avancierte Leonardo Bittencourt zum absoluten Matchwinner und spiele bei seiner Rückkehr in die Startelf groß auf. Nach der Partie war der Ballkünstler verständlicherweise überglücklich.


Der 24-Jährige war zu Beginn der Saison beim Effzeh noch absolut gesetzt gewesen, wurde im Dezember durch hartnäckige Adduktorenprobleme ausgebremst. Es folgte eine aufwändige Leistenoperation und der Deutsch-Brasilianer brauchte lange um sich wieder in den Kader des Abstiegskandidaten zurückzukämpfen.


Nach drei Spielen als Einwechselspieler, durfte der gebürtige Leipziger am Wochenende endlich wieder von Beginn an ran. Dabei spielte der Außenstürmer bis zu seiner Auswechslung in der 71. Spielminute so, als wäre er nie weggewesen und war der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des 'Effzeh'. Zudem gelang ihm beim Führungstreffer durch Yuya Osako die erste Torvorlage in dieser Saison.


Durch den Sieg rückten die Kölner in der Tabelle am Hamburger SV vorbei und sind nunmehr nur noch fünf Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Kein Wunder also, dass der Rechtsfuß nach der Partie überglücklich war, zumal er vor der Partie über Magenbeschwerden klagte und lange unklar war, ob er überhaupt auflaufen kann.


"Ich hatte richtig Bock auf das Spiel, bis ich ein paar komische Nudeln gegessen habe, durch die mir etwas flau geworden ist. Da musste ich aber durch", fasste Bittencourt seine Gefühlswelt laut geissblog.koeln nach der Partie zusammen.  Er habe "richtig Bock" auf die Partie gehabt und sei sich dessen bewusst, dass er "dieses Feuer der Mannschaft übermitteln" kann.

Bei der Bewertung der Bedeutung des Sieges scheute der Offensivspieler nicht vor drastischen Vergleichen zurück: "Wir leben noch immer, und jetzt wollen wir uns die nächsten greifen. Die Leiche hat an den Sarg geklopft, jetzt wollen wir in den nächsten Wochen das Türchen aufmachen und noch rausklettern können. Totgesagte leben länger."


Dabei dürfe man den Sieg zwar kurz auskosten, aber "nicht vor Euphorie strotzen", dies habe ihnen in der Vergangenheit schließlich "immer wieder den Stecker gezogen." Daher tue dem Verein die Länderspielpause seiner Meinung nach gut, um den Kopf erst einmal freizubekommen. Die nächste Partie steht für die 'Geißböcke' steht erst am 31. März bei der TSG 1899 Hoffenheim an.