​Beim Sieg über Hannover 96 zeigten die Spieler von Borussia Dortmund das gewohnte Bild. Einer starken ersten Halbzeit ließen sie eine schwächere zweite folgen. Mario Götze, der nach dem Spiel in Salzburg von Trainer Peter Stöger öffentlich kritisiert wurde, stand erneut in der Startelf und spielte solide. Mahmoud Dahoud und Manuel Akanji aber werden immer wichtiger für den Revierklub.


"Er hat ein ordentliches Spiel gemacht, hat viele gute Laufwege in die Schnittstelle gemacht. Genau das, was gegen Salzburg fehlte und zurecht kritisiert wurde", lobte BVB-Sportdirektor Michael Zorc seinen Weltmeister Götze und fügte an, dass er mit der Berichterstattung nach der Europa-League-Partie nicht einverstanden war: "Wir müssen davon wegkommen, die Spieler immer nach ihrem Status zu bewerten, vor allem die Freunde von der Bild. Es war kein gutes Spiel, der Trainer hat ihn ausgewechselt, hat ihn kritisiert - weil er danach gefragt wurde, warum er ihn ausgewechselt hat. Wir müssen mal davon wegkommen, dass das immer ein Staatsereignis ist."

Nur drei Tage später stand der kritisierte Götze erneut in der Startelf des BVB und feierte mit seinem Team einen Sieg über Hannover 96. Dabei zeigte der Offensivakteur eine solide Leistung: "Heute waren wir sehr zufrieden mit dem, was wir gesehen haben. Er hat wie viele andere heute ein gutes Spiel gemacht", lobte Stöger nach der Partie - öffentlich!

Immer besser fügen sich auch Neuzugang Manuel Akanji und Mahmoud Dahoud in die Mannschaft ein, die in den letzten Bundesligaspielen stets in der Startelf zu finden waren. Allen voran Dahoud, der neben Passsicherheit auch Verantwortung an den Tag legt: "Ich sehe ihn auf einem guten Weg", so sein Coach.


Akanji beschreitet diesen ebenfalls und offenbarte neben starkem Stellungsspiel und tollem Zweikampfverhalten auch Stärken im Aufbauspiel. Über den auf die Bank degradierten Sokratis spricht derzeit kaum einer mehr. 

Borussia Dortmund schreitet trotz fehlender Spielkultur langsam aber sicher aus dem Schattendasein. Junge Spieler finden ihren Platz, einige Routiniers ihre alte Form. Sportlich läuft es unter Stöger ja ohnehin: durch den Sieg gegen Hannover beträgt der Vorsprung auf Rang fünf schon vier Punkte. Das Minimalziel Champions-League-Quali dürfte erreicht werden.