​Seit diesem Wochenende ist der Hamburger SV auch tabellarisch am Boden und löste den 1. FC Köln als Schlusslicht ab. Auch der neue Trainer Christian Titz konnte das Ruder nicht umreißen, ein Abstieg scheint kaum noch abwendbar. Doch würde der HSV überhaupt eine Lizenz für die zweite Liga erhalten? Präsident und Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann meint: Ja!


"Wir kriegen es hin und werden eine Lizenz für die Erste und Zweite Liga bekommen", betonte der 55-Jährige am Sonntag im NDR Sportclub, räumte aber ein, dass man eventuell auf Hilfe von außen angewiesen ist: "Möglicherweise auch mit Hilfe von Herrn Kühne. Seien Sie gewiss, der HSV wird im nächsten Jahr auch ein gutes Mitglied des bezahlten deutschen Fußballs sein."



Bis Anfang April müssen der DFL die Unterlagen für die Zweitliga-Lizenz vorliegen. Im Falle eines Abstiegs gingen dem Noch-Liga-Dino zahlreiche Einnahmen durch die Lappen, doch die DFL verlangt eine Liquiditätssicherung. Zwar könnte der HSV auf zahlreiche Transfererlöse hoffen, allerdings zählen bei der Vergabe der Lizenz nur bereits getätigte Abgänge. Neben den etlichen ablösefreien Wechseln steht dort aktuell noch die Null. Heißt: fixe Transfereinnahmen kann der HSV bisher noch nicht vorweisen.


"Jeder Bundesligist, der in die Zweite Liga möglicherweise absteigt, hat es nicht ganz einfach, seine Liquidität für die nächste Saison sicherzustellen und auch darzustellen im Verhältnis zur Deutschen Fußball Liga. Diese Herausforderung nehmen wir an und diese Hausaufgaben werden wir auch erledigen", so Hoffmann weiter. Aus diesem Grund hofft der Präsident auf erneute Hilfe von Groß-Investor Klaus-Michael Kühne: "Ich habe immer gesagt, dass Herr Kühne ein ausgesprochen wichtiger Partner des HSV ist und er wird es auch in den nächsten Jahren sein."