Mit dem ​2:1-Sieg in Freiburg bleibt der VfB Stuttgart die Mannschaft der Stunde. Unter Tayfun Korkut gewannen die Schwaben nun fünf von sieben Spielen – und haben sich langsam aber sicher den Europa-League-Rängen angenähert. Kein Wunder, dass die Stimmung im VfB-Lager nach Abpfiff nicht allzu schlecht war.


Tayfun Korkut äußerte sich entsprechend zufrieden. Speziell auf den Freiburger Ausgleich habe seine Mannschaft gut reagiert. „Nach dem Gegentor mussten wir uns kurz durchschütteln, haben danach aber wieder die Kontrolle über das Spiel gewonnen“, lobte der 43-Jährige. Über mögliche, nun höher gesteckte Saisonziele wollte Korkut indes noch nicht sprechen. Mit Blick auf die „magische“ 40-Punkte-Marke erklärte der Übungsleiter: „Jetzt fehlt nicht mehr viel, wir müssen die Punkte aber noch holen.“


Auch Mario Gómez warnte davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen. „Wenn man gewinnt, fühlt man sich immer wohl, aber wir müssen weiter dran bleiben“, äußerte der Stürmer. Mit dem Spiel seiner Mannschaft zeigte sich der 32-Jährige indes einverstanden: „Wir haben uns nicht locken lassen, sind auch nach dem 1:1 cool geblieben, haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und auf unsere Chance gewartet.“


„Entscheidend ist, dass wir die theoretisch noch fehlenden Punkte holen, um die Klasse zu halten“, sagte Christian Gentner – und schlug somit in dieselbe Kerbe wie Korkut und Gómez. Doch auch Gentner wusste seine Truppe zu loben: „Nach dem Ausgleichstreffer haben wir nicht den Kopf hängen lassen, sind sehr geduldig geblieben.“

Der SC Freiburg hingegen haderte mit dem frühen 0:1-Rückstand durch Gómez, bei dem der hauchzart im Abseits positionierte Gentner durch aktives Blocken durchaus zurückgepfiffen hätte werden können. „Es ist tragisch, dass wir durch ein irreguläres Tor früh in den Rückstand geraten. Stuttgart war dann aber fußballerisch klar besser. Wir haben uns zu wenige Chancen erarbeitet“, haderte Freiburg-Trainer Christian Streich.


Auch Stürmer Nils Petersen zeigte sich enttäuscht: „Ich glaube, heute waren wir einfach ein bisschen zu grün hinter den Ohren. Man darf Mario Gomez einfach keine drei Meter vor dem Tor alleine lassen", sagte er mit Blick auf den doppelten Torschützen des VfB Stuttgart. Und weiter: "Es ist ganz bitter. Derby, Abstiegskampf, Flutlichtspiel - und dann gehst Du als Verlierer vom Platz. Das tut weh.“