Borussia Dortmund steht am heutigen Donnerstagabend vor einer richtungsweisenden Partie. Im Achtelfinal-Rückspiel bei Red Bull Salzburg droht dem Fußball-Bundesligisten nach dem 1:2 im Hinspiel das Aus in der Europa League. Sollte der BVB tatsächlich ausscheiden, könnte es Auswirkung auf die Weiterbeschäftigung von Peter Stöger haben.


Von den Sportgazetten wurde das heutige Abendspiel (21.05 Uhr) zwischen Red Bull Salzburg und Borussia Dortmund im Europa-League-Achtelfinale als mögliches „Schicksalsspiel“ für BVB-Trainer Peter Stöger deklariert. Scheidet der Österreicher mit seiner Mannschaft aus, stehe die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags zusehends auf der Kippe, war unlängst zu vernehmen.


In der Bundesliga ging Stöger seit seinem Amtsantritt in Dortmund noch kein einziges Mal als Verlierer aus einem Spiel. Sechs Siege und fünf Unentschieden bedeuten einen ordentlichen Punkteschnitt von 2,09 Zählern pro Partie. Und doch verstummen die Zweifler und Skeptiker nicht. Zu stumpf ist ihnen der Fußball der vergangenen Wochen. Zudem präsentiert sich Stögers Mannschaft oft wankelmütig.

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Lucien Favre könnte beim BVB anheuern



Laut kicker ist Stöger zwar davon entfernt, zu klagen. Doch die Situation, dass viele Anhänger dem Cheftrainer mit viel Negativität entgegenkommen, beschäftigt den 51-Jährigen. So halte man es in Dortmund „nicht mehr für komplett abwegig“, dass Stöger sein bis 30. Juni 2018 befristetes Arbeitsverhältnis von sich aus nicht fortführt – selbst wenn das Saisonziel (Champions-League-Qualifikation) erreicht werden sollte.


Favre Favorit – Stöger erstes Ansprechpartner


Lucien Favre, der in Frankreich bei OGC Nizza noch einen gültigen Vertrag bis 2019 besitzt, ​gilt weiterhin als aussichtsreicher Kandidat auf die Stöger-Nachfolge im Sommer. Fraglich ist, ob Vereinspräsident Jean-Pierre Rivere dem Bundesliga-erfahrenen Schweizer im Sommer die Freigabe erteilen würde. Diese hatte er seinem Übungsleiter verweigert, als Favre nach der Entlassung Peter Bosz‘ schon mal Top-Favorit auf den Trainerposten an der Strobelallee war.


Trotz allem sei Stöger aber weiterhin der Favorit, ​auch in den kommenden Jahren den BVB zu trainieren. „Er ist unser erster Ansprechpartner“, bekräftigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits Ende Februar bei Eurosport. „Wir werden sicher nicht bis zum letzten Spieltag warten.“ Dem Vernehmen nach sollen spätestens Ende März konkrete Gespräche mit Stöger geführt werden.